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oder Orthoklas KAlSi3O8; Bestandteil keramischer Massen.
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einwertiges, in Pflanzen u. vielen Mineralien vorkommendes, mit Sauerstoff sowie Wasser heftig reagierendes Alkalimetall; Atomgewicht 39,098, Ordnungszahl 19; 4 Isotope (©¯9K bis 4©˜K). Ist im menschlichen Organismus zu 98% in der Intrazellularflüssigkeit enthalten (überwiegend frei; Rest an Proteine, Glykogen oder Phosphate gebunden). Wird rasch im oberen Dünndarm vom Körper aufgenommen u. bis zu 95% durch die Niere, ansonsten im Stuhl, Schweiß u. Speichel ausgeschieden. Serumwerte: normal 3,6-5,6 mval/l (14-22 mg%); vgl. Hypokaliämie, Hyperkalämie. Ist als wichtigstes intrazelluläres Kation wichtig für die Elektroneutralität, Osmolarität, Hydratation, Nerven- u. Muskelarbeit, Enzymreaktionen, den Eiweiß- u. Glykogenstoffwechsel; es passiert die Zellmembran (vgl. Membranpotential; s.a. Kaliumpumpe) unter Austausch von 3 K- gegen 2 Na- und 1 H-Ion(en); der Austritt aus der Zellflüssigkeit führt zu Energiefreisetzung u. zur Verschiebung des pH der Zelle in Richtung Azidose, der Extrazellularflüssigkeit i.S. Alkalose; seine Salze (in Substanz oder Lösung) werden ther verabfolgt zur Substitution, bei Digitalisüberdosierung und Bariumvergiftung.
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K2SO4; Beschleuniger für das Abbinden von Gips. Außerdem Anwendung als Laxans.
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Ablagerung von Calciumsalzen (als Phosphat, Carbonat) in kalkaufnehmenden (,,kalkaffinen") Körpergeweben sowie in Hohlräumen durch Ausfällung des in allen Körperflüssigkeiten vorhandenen Calciums. Erfolgt physiologisch bei der Knochenbildung krankhaft z.B. als Zahnstein, Konkrement sowie bei Obstruktionen von Speicheldrüsen u. deren Ausführungsgängen;
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ältere Einheit der Energie, definiert als die Wärmemenge, die nötig ist, um 1 g Wasser um 1°C zu erwärmen. Im SI-System ersetzt durch die Einheit Joule (1 cal = 4,1855 Joule).
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1) die Schädelkalotte. 2) Geometrie: Ausschnitt aus einer Kugeloberfläche. 3) in der Zahntechnik ein kugelschalenförmiges Hilfsteil zum Aufstellen künstlicher Zähne mit einem Radius von 13,5 cm, z.B. für die Orthotypzähnen. Die Neigung und Krümmung der Zahnreihen bezeichnet man als sagittale u. transversale Kompensationskurven. Ihr Krümmungsradius ist umso kleiner, je steiler die Kondylenbahnneigung ist.
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Aufstellung der Kauflächen unterer Seitenzähne gegen einen Kugelausschnitt (Kalotte) zur Erzielung einer bilateral balancierten Okklusion im Rahmen der Totalprothetik. Der zu wählende Kalottenradius ist abhängig von der Höckerneigung der verwendeten Zähne sowie der individuell beim Patienten vorliegenden horizontalen Kondylenbahnneigung.
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Gießvorgang für Dentallegierungen bei Muffel-Temperaturen von 450-500°C. Es entsteht eine glatte Oberfläche, jedoch besteht eine starke Tendenz zur Bildung von Lunkern.
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Gerät zur Durchleuchtung der Zahnhartsubstanz mit einem Lichtleiter, der Kaltlicht abgibt (faseroptische Transillumination), geeignet zum Sichtbarmachen approximaler Karies an Frontzähnen sowie von Schmelzsprüngen
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Festigkeitssteigerung durch Kaltverformung. Diese induziert neben Veränderungen des Gefüges immer auch Eigenspannungen durch Störungen in den Kristalliten (Versetzungen), die eine weitere plastische Verformung zunehmend behindern (Verfestigung) und den Werkstoff gleichzeitig verspröden;
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jede bleibende (plastische) Verformung bei Raumtemperatur. Von großer Bedeutung bei metallischen Werkstoffen z.B. durch Schmieden, Walzen, Ziehen; die K. bewirkt immer eine Verfestigung und Versprödung des Werkstoffes (Kaltverfestigung).
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die tiefe Schicht des Periosts, von der das Dickenwachstum des Knochens ausgeht.
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unkoordinierte Herzmuskeltätigkeit mit "Flimmerwellen" im EKG (300/Min.). Ausdruck ektopischer Erregungsbildung und einer Instabilität des diastolischen Ruhemembranpotentials. Tritt auf z.B. bei Infarkt, Lungenembolie, Starkstromunfall; oft tödlich, falls keine Elektrodefibrillation.
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Unterscheidungsmerkmal linker von rechten Frontzähnen: Der Übergang von der Schneidekante zur Distalfläche ist stärker abgerundet als mesial.
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zusammen mit Gustav Korkhaus Begründer einer „biogenetischen“ Einteilung der Dysgnathien.
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Hohlnadel oder Rohr als Instrument v.a. zum Verabfolgen, Ablassen, Ansaugen von Flüssigkeiten (Lösungen, Arzneimittel bzw. Körpersäfte) und Gasen sowie zum Ausstanzen von Gewebsteilen, zum Einbringen eines weiteren Instrumentes (z.B. eines Katheters), d.h. als Spül-, Punktions-, Implantations-, Biopsie-, Trachealkanüle;
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der Blutdruck in den Kapillaren; sinkt - von Druckwechselphasen kaum beeinflusst - hier von ca. 30 auf ca. 12 mmHg ab.
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die durch die Oberflächenspannung hervorgerufene Erscheinung bei Eintauchen einer Röhre mit geringem Innendurchmesser in eine Flüssigkeit: an einer Glaskapillare bei Benetzung der Innenwand (z.B. durch Wasser) Ansteigen, bei Nichtbenetzung (z.B. bei Eintauchen in Quecksilber) Absinken des Meniskus, wobei die Steig- bzw. Fallhöhe umgekehrt proportional zum Durchmesser, direkt proportional zur Oberflächenspannung ist.
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die Durchlässigkeit der Wand der Blutkapillaren für Wasser mit gelösten Stoffen; führt zu Ödem-, Exsudat-, Quaddelbildung, bei gleichzeitiger Kapillarfragilität auch zu Petechien.
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1) Form einer fortlaufenden Klammer. 2) Kieferbruchschiene aus Kunststoff oder Metall; die Zähne werden vollständig umgriffen und so in der reponierten Stellung stabil gehalten. Nach dem Einsetzen mit selbsthärtendem Kunststoff oder Zement hat man keine Übersicht mehr über die Okklusion. Speziell modifizierte K. sind die Galerieschienen, bei denen die Kauflächen frei bleiben. Da die Herstellung zu aufwendig und der therapeutische Effekt weniger gut waren, wurden diese Schienen verlassen.
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historische Stiftkrone; besteht aus zwei Teilen: einem metallischen Aufbau mit Stiftverankerung, der im Wurzelkanal zementiert wird, sowie einer keramischen Krone, die auf diesen Aufbau aufzementiert wird.
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motorgetriebenes Mischgerät zur homogenen Durchmischung von Zwei-Komponenten-Füllungs- oder -Unterfüllungsmaterialien durch Rotations- oder Vibrationsbewegungen.
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Angabe des Feingoldgehaltes in Legierungen nach der Karateinteilung (K); so entspricht Feingold 24 K, 585er Gold 14 K, 750er Gold 18 K.
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Bezeichnung für die Höhlung (Loch) im Zahn als Folge von kariöser Zerstörung, die an der Zahnoberfläche (Zahnschmelz) beginnt.
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Demineralisation und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden (entsprechend der von Miller [1898] entwickelten "chemo-parasitären Theorie"). Der Prozess wird verursacht bzw. begünstigt durch a) das Haften von Keimen (v.a. Streptococcus mutans) in der Plaque; b) mangelhafte Mundhygiene, die zur vermehrten Plaquebildung führt; c) häufige Aufnahme von Zucker und dessen langer Verweildauer im Mund mit dem damit verbundenen pH-Abfall des Belages; d) verminderte Speichelsekretion (Reizspeichel < 1 ml/min), da der Speichel die Remineralisation einer initialen Kariesläsion bewirken kann. - Die Karies beginnt mit der Demineralisation des Schmelzes oder - bei freiliegendem Zahnhals - des Zementes; bei Nichtbehandlung greift sie auf das Dentin über. Durch die Defektbildung (Kavität) kann sie zum Teil- oder Totalverlust des Zahnes führen. - Die Einteilung der K. erfolgt z.B. nach Ausdehnung (Initialkaries, Caries profunda), nach der Lokalisation (z.B. Approximal- bzw. Glattflächenkaries) oder nach der Progredienz - Prädilektionsstellen sind für die Zahnreinigung schwer zugängliche Zonen (Fissuren, Zahnzwischenräume, Füllungs- u. Kronenränder).
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Maßnahmen zum Erkennen kariöser Läsionen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt (d.h. vor der Bildung sichtbarer Defekte). Die K. erfolgt durch Inspektion u. bedingt durch Sondierung, evtl. mit Kaltlichtsonde (bei Frontzähnen) u. Bissflügelaufnahmen. - Fissuren können mit der Sonde unter leichtem Druck abgetastet werden; bei Approximalkaries sind Bissflügelaufnahmen notwendig, ebenso, um hier eine Sekundärkaries auszuschließen;
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Eröffnung des Schmelzes und Schaffung eines Zugangs zur Kavität mit hochtouriger Diamantenpräparation unter Wasserkühlung; anschließend Entfernung kariösen Dentins mit Handinstrumenten (Dentinexkavatoren) oder Rosenbohrern bei niedrigen Drehzahlen unter Trockenlegung und Kontrolle durch Sondierung ("cri dentaire", der "Sondenschrei"). Von einer vollständigen K. am pulpanahen Kavitätenboden wird bei der Caries profunda zunächst abgewichen.
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alle Maßnahmen, die dem Auftreten von Karies bzw. deren weiterer Ausbreitung entgegenwirken. Hierzu zählen Ernährungsberatung und -lenkung, Anwendung fluoridhaltiger Kariostatika (Fluoridprophylaxe), Fissurenversiegelung sowie Mundhygienemaßnahmen. Unterschieden wird die Primärprävention (Verhindern eines neuen Befalls) von der Sekundärprävention (Remineralisation) und der Tertiärprävention (minimal-invasive Füllungen, Vermeidung überhängender Füllungsränder). Unterschieden wird ferner zwischen der Gruppen- u. Individualprophylaxe
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Krebsentstehung; wird heute als ein komplexes Geschehen im Organismus verstanden, das auf einer Änderung der genetisch gesteuerten Wachstums- und Differenzierungsvorgänge in den Geweben beruht. Genetische, immunologische u. evtl. auch psychische Faktoren spielen dabei eine Rolle. Die schädigende Einwirkung wird z.B. spontan, durch Strahlen, chemische Substanzen oder Tumorviren verursacht. Der Umwandlungsbereich bleibt allgemein zunächst ohne Wachstumstendenz (vgl. Carcinoma in situ; Präkanzerose); erst bei z.B. weiterer Einwirkung von Karzinogenen oder unspezifischen Schädlichkeiten kommt es zu erhöhter Mitoserate (= Realisationsphase), u.U. auch zur Absiedlung (Metastase); bis zu diesem eigentlichen Tumorwachstum können Jahre bis Jahrzehnte vergehen.
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bösartige Geschwulst, die von Epithelzellen abstammt; s.a. Carcinoma. -adenoid-zystisches bösartiger, am häufigsten von den kleinen palatinalen Speicheldrüsen, seltener von den Glandulae parotis und submandibularis ausgehender Tumor (früher als Zylindrom bezeichnet). Der Tumor erscheint makroskopisch gut abgekapselt, von gallertiger Beschaffenheit. Histologisch infiltrierendes Wachstum mit Einbruch in die perineuralen Bindegewebsscheiden u. Ausbreitung entlang von Gefäßscheiden. Einwachsen in den Knochen des Kiefers und der Schädelbasis. Alveolär-kribriformer Bau mit einer drüsigen Struktur, mit siebartig durchlöcherten Epithelsträngen Außen umschließt die Epithelstränge eine gleichmäßig breite hyaline Zone mit Myoepithelzellen. Fernmetastasen in der Lunge. -epithelial-myoepitheliales überwiegend von den großen Speicheldrüsen u. hier zu 80% von der Glandula parotis ausgehender, seltener bösartiger epithelialer Tumor aus 2 Zelltypen, die in unterschiedlicher Verteilung vorkommen u. gangartige Strukturen bilden. Die innere Zellschicht besteht aus flachen Gangepithelzellen, die äußere aus Klarzellen. In den Zellen Glykogen u. typische Bestandteile der Myoepithelzellen nachweisbar. Perineurale u. vaskuläre Invasion u. Ausbreitung. Rezidive u. Metastasen sind nicht ungewöhnlich. -lymphoepitheliales niedrigdifferenziertes Plattenepithelkarzinom aus synzytial zusammenhängenden u. nichtverhornten Plattenepithelsträngen u. -nestern, dazwischen angeordnet spärliches Stroma mit reichlich Lymphozyten. Der synzytiale Charakter des Epithels ist durch besonders helle Epithelanteile hervorgerufen, die nur unscharfe Begrenzungen aufweisen. Der Tumor entwickelt sich am häufigsten im Bereich der Tonsillen, selten am Zungengrund, im Epipharynx u. manchmal in den Wangen oder in den Speicheldrüsen. -mukoepidermoides Karzinom der Speicheldrüsen; etwa 2-3mal häufiger von den kleinen als von den großen Drüsen ausgehend. Etwa 2% der Fälle sind primär im Kieferknochen lokalisiert. Tumoren wenig abgegrenzt, mit zystischen Formationen mit schleimiger Flüssigkeit. Histologisch Mischung von plattenepithelial und drüsig differenzierten Epithelanteilen .Höher u. niedriger differenzierte Tumorformen können nach dem histologischen Bild abgegrenzt werden. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt insgesamt 70%, bei niedrigmalignen Tumoren über 90%. -primäres intraossäres im Kieferknochen ohne Kontakt zum Oberflächenepithel entwickeltes Plattenepithelkarzinom, das von odontogenem Epithel aus Resten der Zahnleiste ausgeht. Die topographischen Verhältnisse entscheiden die Diagnose. Histologischer Aufbau des Tumors wie das vom Oberflächenepithel ausgehende Plattenepithelkarzinom; in manchen Geschwülsten kommen Formationen aus odontogenem Epithel vor.
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Elektrode, aus der der negative Strom aus- und in die der positive Strom eintritt; bei Elementen als "negativer Pol" bezeichnet.
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dreidimensionale Bewegung eines beliebigen Punktes des Unterkiefers bei Kaubewegungen unter Zahnkontakt. Zur Aufzeichnung der K. wurde eine Vielzahl verschiedener Techniken entwickelt. Neben dem historischen Eingravieren einer am Oberkiefer befestigten Schreibspitze in plastisches Material (Kaupfad) werden optische, magnetische und elektronische Verfahren angewendet.
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Bewegungssimulatoren, welche die zahngeführte Kaubahn des Unterkiefers dreidimensional nachvollziehen können. Da die K. sich nicht an den Bewegungen des Kiefergelenks orientieren, sondern zahngeführte Bewegungen simulieren, benötigen sie im Gegensatz zu Artikulatoren keine dem Kiefergelenk nachempfundenen Gelenke. Die Bewegung wird durch 3 oder 4 abgerundete Füße am Oberteil simuliert, die in Näpfen am Unterteil gleiten;
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die bei der Nahrungszerkleinerung pro Flächeneinheit auftretende Kraft. Häufig fälschlich für Kaukraft verwendete Bez.
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der Teil des Zahnes, der einem Antagonisten des Gegenkiefers gegenübersteht und der Zerkleinerung von Nahrung dient.
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Ausformung der Kauflächen künstlicher Seitenzähne für die Totalprothetik, sie können unterschieden werden nach der Neigung ihrer Höcker in höckerlose Zähne (Abrasionszähne), Zähne mit reduziertem Höckerrelief (Höckerneigung ca. 20-30°) und steilhöckerig geformte Zähne (Höckerneigung ca. 30°). Ferner wurden künstliche Zähne entwickelt, deren K. sich nicht an der Anatomie natürlicher Zähne orientieren (Funktionszähne), sowie für die Totalprothetik der Kondyloformzahn, der nach dem "Mörser-Pistill-Prinzip" arbeitet.
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Kraft, die während der Nahrungszerkleinerung zwischen Ober- und Unterkiefer auftritt. Die bei unwillkürlicher Nahrungszerkleinerung benötigte Kraft ist abhängig von der Konsistenz der Nahrung und liegt in Größenordnungen unter 30 N. Die theoretisch mögliche K. liegt in Größenordnungen von 2.000-4.000 N. Die bei willkürlichem, maximalem Zusammenbeißen auftretende, praktisch mögliche K. kann 300-800 N erreichen.
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alle Muskeln, die an den Funktionen des Kauorgans beteiligt sind, die gesamte Hals-, Nacken-, Schulter- u. Mundbodenmuskulatur. IDie Muskeln, die ganz überwiegend die Kraft für den Kauakt bereitstellen: M. masseter, M. temporalis, M. pterygoideus lateralis u. M. pterygoideus medialis. - Eine Hypertonizität eines oder mehrerer Muskeln des Kausystems kann zu einer Funktionsstörung des Kauorgans führen; s.a. Myoarthropathie, Myopathie. Die Hypertrophie der K. kann ein diagnostisches Symptom bei der Funktionsanalyse sein.
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Gesamtheit aller Gewebe u. Organe, die am Kauvorgang beteiligt sind: Zähne, Parodontien, Alveolarfortsätze, Ober- und Unterkiefer, Kiefergelenke, Kaumuskulatur, neuronale Schalt- und Regelsysteme, Gefäß- und Lymphsystem, Schleimhaut, Speicheldrüsen.
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durch Koagulation u. Trocknung aus dem Milchsaft (Latex) einer Reihe tropischer Pflanzen gewonnenes Produkt (Naturkautschuk; nahezu ausschließlich vom "Gummibaum", Hevea brasiliensis),Isomer der Guttapercha (trans-Form). Das Koagulat (Crêpe-K.) ist ein bei Raumtemperatur elastischer Thermoplast. Mit Schwefel ist unter Nutzung der Doppelbindungen eine Vernetzung möglich (Vulkanisieren); je nach Schwefelmenge entsteht Weichkautschuk (Weichgummi; Elastomere; 1-5 m% S) bis Hartkautschuk (Hartgummi; Ebonit; bis 50 m% S). Heißvulkanisation, bei Temperaturen um 150°C, zur Herstellung kompakter, aus der K./Schwefel-Mischung thermoplastisch geformter Werkstücke; dünnwandige Artikel werden im Tauchverfahren auf der Oberfläche einer entsprechenden Form bei niedrigen Temperaturen gefertigt (Kaltvulkanisation). Der inzwischen von den Polymethylmethacrylaten völlig verdrängte Prothesenkautschuk wurde in Platten geliefert, thermoplastisch geformt u. anschließend zu Hartgummi vulkanisiert.
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Bewegungsbahnen des Unterkiefers während der mechanischen Zerkleinerung der Nahrung im Mund; man unterscheidet zwischen dem "Drei-Phasen-Biss", dem "Vier-Phasen-Biss" und dem "Hackbiss".
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1) krankhafte Hohlraumbildung in solidem Körpergewebe als Folge einer Gewebseinschmelzung. 2) frühere Bez. einer Knochentasche, die im Röntgenbild an ihrem Boden einen größeren Durchmesser als an ihrem Eingang aufweist.
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Bezeichnung für die Höhlung (Loch) im Zahn als Folge von kariöser Zerstörung. 1) der zur Aufnahme einer Füllung präparierte Defekt nach Entfernen kariöser Zahnhartsubstanz u. seiner Gestaltung nach den Regeln der Kavitätenpräparation 2) ungebräuchliche Bez. für den als Folge von Karies entstandenen Defekt (= kariöse Läsion).
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zur Pulpa hin gerichtete Grenzfläche einer okklusalen Kavität. Der Abstand des K. von der Zahnoberfläche, also dem Kavitätenrand, muss mindestens 1,5mm betragen (= Kavitätentiefe).
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die Ausformung einer Kavität zur Aufnahme eines Füllungsmaterials nach Entfernung kariöser Zahnhartsubstanz. Die P. sollte möglichst zahnhartsubstanzschonend erfolgen, auf der anderen Seite müssen die Restauration dauerhaft verankert u. neue Karies verhindert werden. Sie erfolgt im wesentlichen mit rotierenden Schleifern u. Bohrern u. gliedert sich in die Primär- und Sekundärpräparation- Bei der K. an Milchzähnen sind die anatomischen Besonderheiten (geringe Dentinstärke mit Gefahr der Pulpaeröffnung, prismenlose Schmelzoberfläche mit schwieriger mikromechanischer Retention) zu berücksichtigen. - Die K. erfolgt bei niederen oder normaltourigen Umdrehungszahlen (ab 4.500 U/Min. mit Wasserkühlung).
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Säuberung einer Kavität nach deren Präparation von Speichel, Blut u. Hartsubstanzabrieben durch Wasserspray sowie Wattepellets mit Chlorhexidindigluconat (0,2%) oder Wasserstoffperoxid (3%). Die Schmierschicht (smear layer) wird dabei nicht entfernt.
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seitliche Begrenzung der Kavität im Schmelz u. Dentin. Die K. soll mit dem Kavitätenboden einen annähernd rechten Winkel bilden, der Übergang jedoch abgerundet sein. Bei plastischen Füllungen kann dieser Winkel 90° unterschreiten; nach ihrem Erhärten trägt dies zur Retention bei, da die Füllung an ihrem Boden einen größeren Durchmesser aufweist als an ihrer Oberfläche. Diese "unter sich gehende" Präparation kann jedoch zum Belassen von Schmelzprismen ohne Dentinunterlage führen, mit der Gefahr des Absplitterns. Für das Säureätzverfahren ist ein Anschrägen des Schmelzes erforderlich. Bei Gussfüllungen bzw. zahnfarbenen Inlays sollte der Winkel zwischen Kavitätenboden u. -wand > 90° sein.
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1) die Entstehung erster, kleinster Bereiche einer neuen Phase anlässlich einer Phasenumwandlung, etwa bei der Kristallisation einer Schmelze, beim Sieden einer Flüssigkeit, bei der Kondensation eines Dampfes. Die Vollendung der Phasenumwandlung erfolgt dann durch das Wachsen der Keime, indem sich die Atome bzw. Moleküle aus der Ausgangsphase an die Oberfläche der neuen Phase anlagern (z.B. Kristallwachstum) oder durch diese durchtreten (Siedeblasenwachstum). Da die Keime eine Oberfläche zur Ausgangsphase ausbilden müssen (Phasengrenzfläche), wozu erhebliche Energien erforderlich sind (Oberflächenspannung), können sich Keime erst bei hinreichender Entfernung von der theoretischen Gleichgewichtstemperatur der Phasenumwandlung bilden; das erklärt die Unterkühlung von Schmelzen u. den Siedeverzug von Flüssigkeiten. Die K. wird prinzipiell erleichtert durch Fremdkörper, z.B. Gefäßwände, Siedesteine oder feinste Partikel, etwa Oxide in Legierungsschmelzen (heterogene K.); das "Impfen" einer übersättigten Lösung durch Zugabe von Kristallpartikeln des gelösten Stoffes ersetzt die K. Das Abdampfen von der Oberfläche einer kondensierten Phase (Verdunsten einer Flüssigkeit, Sublimation einer festen Substanz), aber auch das Schmelzen erfolgt ohne K. 2) Entstehung bzw. Erzeugung eines zu einer Kettenreaktion fähigen Moleküls, z.B. bei der Polymerisation die Bereitstellung der Startradikale.
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Einteilung der möglichen Lückengebissformen nach topographischer Verteilung der Lücken in 4 Klassen mit weiteren Untergruppen: Kennedy Klassen: I: beidseitige verkürzte Zahnreihe (beidseitige oder bilateral Freiendlücke), II: einseitig verkürzte Zahnreihe(Unilateral) III: seitliche Schaltlücke, IV: frontale Schaltlücke.
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Aus keramischem Material hergestellte enossale Implantate werden in zwei Gruppen unterteilt: a) die bioinaktive Aluminiumoxid-Keramik, ihre Einheilung beruht auf einer bindegewebsfreien Kontaktosteogenese; b) die bioreaktiven Keramiken (Hydroxylapatit, TCP-Keramik, Glaskeramik), wo es zur Verbundosteogenese mit biochemischen Interaktion zwischen Keramik u. Knochenzellen kommt.
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im indirekten Verfahren hergestellte Restauration aus Keramikmassen analog zur Gussfüllung mit dem Vorteil einer erheblich verbesserten Ästhetik gegenüber metallischen Restaurationen. Die Kavität sollte allseits von Schmelz begrenzt sein. Das Einsetzen dieser K. erfolgt mit Kompositen im Säureätzverfahren. Die Inlays können nach konventioneller Abformung durch Sintern, Gießen (Glaskeramik) bzw. Pressen (Presskeramik) gefertigt werden. Außerdem können K. aus industriell vorgefertigter Keramik im CAD-CAM-System durch einen Schleifvorgang hergestellt werden.
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Kaufläche künstlicher Kronen oder Brückenzwischenglieder aus Keramik
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allgemein Materialien zum Verkleben von Keramikwerkstoffen, z.B. Epoxide, Silikonharze (Silikone). Speziell im Dentalbereich Komposite zur adhäsiven Befestigung von Keramikfacetten u. Keramikinlays, z.T. als Dualzemente; die Haftung der Komposite zum Schmelz bzw. zur Keramik erfordert eine spezielle Vorbehandlung (Säureätzverfahren bzw. Silanisierung);
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Haftung zwischen Keramikverblendung und Gerüst aus einer Aufbrennlegierung; der Verbund kommt zustande unter Beteiligung einer Oxidschicht auf der Legierung (Haftoxide). Die Oxidschicht begünstigt zunächst die Benetzung durch die geschmolzenen Anteile der Keramik (genauer: der Grundmasse); anschließend wird ein Teil des Oxides in der Keramik gelöst, weshalb nicht beliebige Oxide, sondern nur solche zulässig sind, welche die Keramikfarbe nicht verändern. Die Verbundfestigkeit wird durch eine mäßige Rauhigkeit der Legierungsoberfläche erhöht. Bei abgestimmten Systemen ist die Verbundfestigkeit größer als die Festigkeit der Keramik, erkennbar am (zumindest teilweisen) Verlauf der Bruchfläche in der Keramik nach Belastung bis zum Versagen;
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die Bedeutung keramischer Werkstoffe hat in der jüngsten Vergangenheit stark zugenommen, mit der Folge zahlreicher Neuentwicklungen. Eine Definition ist daher gegenüber den herkömmlichen Materialien weiter zu fassen: Allgemein sind keramische Werkstoffe nichtmetallische anorganische Substanzen, meist Oxide, dazu Boride, Carbide, Nitride in reiner Form oder als Mischungen mannigfacher Art; sie sind typischerweise spröde, meist hochschmelzend (feuerfest) u. chemisch sehr beständig, wenn auch nicht absolut korrosionsfest (Korrosion). Die herkömmlichen K. für Töpfereiprodukte u. Porzellane sind Aluminiumsilikate unterschiedlichster Zusammensetzung u. Beimengungen; sie werden durch geeignete Mischungen im Dreistoffsystem der natürlichen Rohstoffe Feldspat/Quarz/Kaolin dargestellt. Verarbeitung: Für keramische Gegenstände typisch ist das Herstellungsverfahren: Die pulverförmigen Ausgangsmaterialien (Keramikmassen) werden mit einer Flüssigkeit (meist Wasser) zu einer formbaren, für den Fall freier Modellation aber ausreichend standfesten Masse gemischt, die nach der Formgebung (Rohling) getrocknet u. dann in einem Ofen bei hohen Temperaturen gebrannt wird, mit dem Ziel, die einzelnen Partikel durch Verschmelzen u./oder chemische Reaktionen zu einem möglichst porenfreien Festkörper zusammenzufügen (Brennen). Die herkömmlichen Keramikgegenstände bestehen aus einer gläsernen Matrix, die als Bindemittel für die kristallinen Bestandteile dient; das Glas kann a) aus der Schmelze einer niedrigschmelzenden Komponente des Ausgangsmaterials entstehen, b) das Reaktionsprodukt verschiedener Komponenten sein oder c) aus der Zersetzung einer Komponente resultieren. Reinkristalline Keramikmassen aus nur einer stabilen Komponente lassen sich, ohne aufzuschmelzen, durch Sintern zu einem polykristallinen Festkörper fügen. Im Unterschied zu einem Glas haben K. immer auch kristalline Bestandteile (Gefüge); Wegen ihrer Sprödigkeit sind K. besonders anfällig für Rissbildung u. somit empfindlich gegen Zugspannungen.
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industriell gefertigte Zähne, die aus keramischer Masse gebrannt werden. Verwendung bei Total- u. Teilprothesen. Im Vergleich zu Kunststoffzähnen abrasionsbeständiger u. farbstabiler.
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dysgenetische odontogene Zyste, die im zahntragenden Kiefer aus Epithelresten der Zahnleiste vor Bildung der Hartsubstanzen entsteht. Ätiologie: dysgenetische Nähe zum Ameloblastom. Histologisch Bindegewebskapsel mit meist fünfschichtigem keratinisiertem Plattenepithel, Tendenz zum Einwachsen in benachbarte Gewebe, Bildung von Tochterzysten. Befund: im Kiefer oft lange Zeit unauffälliges Wachstum mit Knochenosteolyse (röntgenologischer Zufallsbefund!),
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Einbettung von Gussobjekten aus Wachs in zwei Schritten: mehrmaliges Einpinseln der Wachsteile mit Einbettmasse u. nach dem Abbinden Einbringen in eine Gussmuffel u. vollständiges Ausfüllen mit Einbettmasse.
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nichtinvasives (nach heutigem Kenntnisstand), bildgebendes Verfahren, bei dem Atomkerne (z.B. Wasserstoff) mit Eigenrotation (Kernspin) u. entsprechend ausgebildetem Magnetfeld in einem starken äußeren Magnetfeld ausgerichtet werden. Diesem Hilfsfeld ist ein hochfrequentes Wechselfeld überlagert, das bei auf die Atomkerne abgestimmter Frequenz (Resonanz) diese aus ihrer Orientierung dreht. Wird das Wechselfeld abgeschaltet, taumeln die Kerne in ihre alte Richtung zurück, u. in einer äußeren Empfangsspule entsteht ein zur Kerndichte proportionales Signal. Aus den bei unterschiedlicher Stärke u. Ausrichtung des Hilfsfeldes während der Anregungs- u. Empfangsphase gewonnenen Einzelsignalen errechnet ein Computer die Objektstruktur als Schicht oder auch als dreidimensionale Darstellung. Kernspintomogramme sind in allen 3 Ebenen möglich . - Knochenkompakta u. Zahnhartsubstanz geben kein Signal, dagegen werden Weichteile (auch Gefäßsysteme) sehr differenziert dargestellt. - Die K. eignet sich im Kopfbereich zur Tumordiagnostik u. Darstellung des Kiefergelenkes, insbesondere des Discus articularis. In der Allgemeinmedizin als Ganzkörperuntersuchung u. zur Diagnostik krankhafter Veränderungen, z.B. des zentralen Nervensystems, von Leber, Niere, Pankreas, Harnblase u. Auge sowie des Herz- u. Kreislaufsystems; ermöglicht z.B. die scharfe Abgrenzung von Geschwulstbildungen (Neoplasien), Ödemen, Blutungen (Hämorrhagien) oder Nekrosen gegenüber der gesunden Umgebung.
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unter Resonanzbedingungen erfolgende Zustandsänderung von Atomkernen. In starken Magnetfeldern richten sich Atomkerne mit halbzahligem Kernspin (z.B. das Wasserstoffproton ©ˆH, "Protonenresonanz") entsprechend ihrem magnetischen Kernmoment in einer Vorzugsrichtung aus, genauer: Das magnetische Kernmoment präzessiert mit der sog. Larmorfrequenz um diese Vorzugsrichtung. Zufuhr elektromagnetischer Energie senkrecht zum äußeren Magnetfeld mit einer charakteristischen Frequenz ("Larmorfrequenz", "Präzessionsfrequenz") führt zu einer Energiezustandsänderung dieser Atomkerne u. damit zum Wechsel der Ausrichtung im Magnetfeld, wobei die Resonanzfrequenz aus magnetischer Feldstärke u. dem gyromagnetischen Verhältnis () berechenbar ist. Beim Abschalten der elektromagnetischen Frequenzeinstrahlung richten sich die Atomkerne wieder in ihrer Vorzugsrichtung aus u. erreichen den ursprünglichen Energiezustand, wobei sie selbst kurzzeitig ("Relaxationszeit") elektromagnetische Wellen abstrahlen, die in einer Empfängerspule mit abnehmender Intensität gemessen werden können. Die Signale lassen Rückschlüsse auf die Protonenkonzentration ("Spindichte") u. Umgebung zu.
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(Abform-)Masse Produktbez. für ein starr-reversibles Abformmaterial; oft synonym für "Kompositionsmassen".
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Die Folge von Zahnverlust ist Abbau von Knochensubstanz des Kiefers; kann die Möglichkeiten zur Auflage einer Prothese sehr stark einschränken.
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Fehlen oder Verlust von unterschiedlichen Teilen des Kiefers, dabei sind zu unterscheiden: a) angeborene K., z.B. Kiefer- Gaumenspalten, Aplasie des Kiefergelenkes sowie b) erworbene K., nach Trauma (Defektfraktur), Operation (Kieferresektion).
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Dreh- u. Gleitgelenk, gebildet von der Gelenkgrube in der Schuppe des Schläfenbeins u. dem Kondylus des Gelenkfortsatzes des Unterkiefers. Diese sind durch die faserknorpelige Gelenkscheibe (Discus) getrennt. Die Öffnungsbewegung beginnt mit einem Drehen im unteren Gelenkanteil u. geht in ein Gleiten im oberen Teil über; s.a. Unterkieferbewegungen, Gelenkbahn, Tuberculum articulare. Die Untersuchung des K. erfolgt durch Palpation beider Gelenkköpfchen im äußeren Gehörgang in der Ruheschwebe, bei Öffnung u. Kieferschluss. Festzustellen sind ggf. ein Druckschmerz u. der Ablauf des Vorgleitens, beim unveränderten Gelenk seitengleich u. ohne Vorschnellen. Evtl. Geräusche sind deutlicher mit dem Stethoskop abzuhören;
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ein- u. doppelseitige Arthrose des Kiefergelenks. Ätiologie: angeborene rudimentäre, vom Unterkiefer fortgeleitete Entzündung des Kiefergelenks (meist im Kindesalter, dann zusätzlich oft Ausbildung eines Vogelgesichtes), traumatische Läsionen der Kiefergelenke, selten nach Kontusion u. Distorsion mit Gelenkerguss, häufig nach einer Kiefergelenk-Luxationsfraktur u. einer Arthrose der Kiefergelenke. Extraartikuläre Narbenzüge in der Muskulatur oder unbehandelte zygomatikomandibuläre Frakturen, also kombinierte Frakturen von Jochbein/-bogen u. Processus muscularis/articularis, können eine Ankylose durch Inaktivität der Kiefergelenke verursachen. Befund: Leitsymptom ist die partielle bis totale Kieferklemme, Mundöffnung nicht mehr möglich. Nahrungsaufnahme nur noch in Form von flüssig-breiiger Kost. Häufig floride Zahnkaries wegen mangelnder Reinigung. Panorama-, Schicht- u. CT-Aufnahmen sichern die Diagnose einer bindegewebigen oder knöchernen Ankylose. Therapie: meist nur operativ erfolgreich durch Ankyloseoperation, bei narbiger Ankylose bleibt Versuch mit Dehnübungen (Spatel, Kiefersperrer) oft ineffektiv.
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Entzündung des Kiefergelenks; man unterscheidet eine akute u. eine chronische Form. akute bakterielle Entzündung des Kiefergelenkes, entsteht hämatogen, fortgeleitet aus der Umgebung bei Otitis media, Parotitis oder Osteomyelitis des Unterkiefers sowie traumatisch nach Gelenkverletzungen. Befund: Druck- u. Bewegungsschmerz im Gelenk, reflektorische Kieferklemme, Bonnet* Schonstellung des Kiefers mit Abweichung zur gesunden Seite, Begleitödem temporal, wangenwärts u. im Gehörgang. Röntgenologisch primär nur Verbreiterung des Gelenkspaltes, erst bei chronischem Verlauf Destruktionen. Therapie: Antibiotika, Antiphlogistika, ggf. Punktion oder Inzision, physikalisch (Kälte). Später Bewegungsübungen über längere Zeit, um eine Ankylose zu verhindern. chronische ursächlich rheumatisch bedingte Arthritis, die dem autoimmunen Formenkreis zugerechnet wird, doch wird das Kiefergelenk bei Polyarthritis oft relativ spät befallen. Schubweiser Ablauf, Dauerschmerz im Gelenk mit passageren Schwellungszuständen, Reibegeräuschen, Kieferklemme. Röntgenologisch schon frühzeitig Osteolysen u. Deformitäten am Kapitulum. Therapie: Antiphlogistika, Antirheumatika, ggf. intra- oder periartikuläre Injektionen von Kortikoiden, letztlich ist der Versuch einer operativen Therapie zu unternehmen: Exzision des veränderten Diskus mit Glättung des deformierten Kondylus u. Einlagerung einer Silastik®-Folie. Erste Erfahrungen mit Gelenkrekonstruktion durch Transplantate zeigen gewisse Erfolge.
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ein- oder beidseitige Arthrose des Kiefergelenks, wahrscheinlich stets als Folge einer Schädigung des Gelenkknorpels, z.B. durch habituelle Luxation, Verletzung oder - fortgeleitete oder hämatogene - Entzündung. Bewirkt eine meist schmerzlose Behinderung des Mundöffnens mit Abweichen des Unterkiefers u. Gelenkknacken während der Öffnungsbewegung (im Gegensatz zum terminalen Knacken bei habitueller Unterkieferluxation); unechte Kieferklemme infolge muskulärer Narbenzüge oder nach zygomatikomandibulären Frakturen mit den Symptomen einer K., aber oft ohne pathologische Veränderungen im Kiefergelenk selbst. Exakte Röntgendiagnostik für die Therapie notwendig.
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Zu den primären K. gehören die unspezifische Arthritis durch Staphylokokken- oder Streptokokkeninfektion, spezifische Arthritis durch venerische oder tuberkulöse Infektionen, rheumatische Arthritis, Tumoren im Gelenkbereich, Verletzungen u. Entwicklungsstörungen. Sekundäre K. entstehen aufgrund von Funktionsstörungen des stomatognathen Systems oder aufgrund kieferorthopädischer Dysfunktionen u./oder Fehlstellungen. - Beide Formen können zu Arthrosen (Arthropathia deformans) u. Ankylosen des Kiefergelenks führen (s.a. Kiefergelenkarthrose, Kiefergelenkankylose). Ein wichtiges Symptom ist dabei die Einschränkung der maximalen Mundöffnung, der Kieferklemme, die eine Verminderung der Schneidekantendistanz von normalerweise 4-5 cm bewirkt (die aber auch eine entzündlich-reflektorische Genese haben kann, z.B. bei Dentitio difficilis, Osteomyelitis, Abszessen sowie neurogener Parese der Kaumuskulatur oder Tetanie).
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Karzinom, das sich primär in der Kieferhöhle entwickelt (selten) oder vom Nasenlumen oder Alveolarfortsatz in die Kieferhöhle einwächst. Befund: unklare Beschwerden ähnlich wie bei chronischer Kieferhöhlenentzündung, Schwellung der Wangenweichteile, oft Ulkus am Alveolarfortsatz. Röntgenologisch Destruktion der knöchernen Kieferhöhlenwand u. Verschattung des Kieferhöhlenlumens, je nach Ausdehnung des Tumors. Computertomographie erforderlich. Therapie: Nach Probeexzision u. histologischer Sicherung muss eine Oberkieferresektion erfolgen, deren Defekt primär mit einer Prothese gedeckt wird.
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Schwarz Platte Arthur Martin Sch., 1887-1963, österreichischer aktive kieferorthopädische Platte, die unter Integration von Schrauben, Federn u. Klammern als universell einsetzbares unimaxilläres Gerät gestaltet werden kann oder auch durch Front- oder Seitenaufbisse, intermaxilläre Gummizüge etc. die Funktion eines bimaxillären Gerätes übernehmen kann.
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eigenständiges Teilgebiet der Zahnheilkunde. Aufgabengebiete sind die Erforschung, Erkennung, Verhütung u. Behandlung von Zahnfehlstellungen, Kieferanomalien u. damit in Zusammenhang stehenden funktionellen Störungen. Das sehr breite Spektrum der kieferorthopädisch relevanten Themen fordert häufig eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Zahnärzten u. Ärzten aus anderen Fachbereichen, z.B. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Kinderheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Logopädie, Psychosomatik u. Psychologie. Eine kieferorthopädische Behandlung findet i.d.R. zwischen dem 9.-10. u. 13-14. Lebensjahr statt. Die individuellen Abweichungen hinsichtlich Behandlungsbeginn u. Behandlungsdauer können sehr unterschiedlich sein (Frühbehandlung, Interzeptivbehandlung). Die Korrektur der Zahnfehlstellung geschieht mit herausnehmbaren u. festsitzenden Apparaturen. chirurgische kieferorthopädisch-kieferchirurgische Kombinationsbehandlung. ganzheitliche Die g. K. geht davon aus, dass der Gebisszustand durch die psychische Disposition, Denk- u. Willenskräfte, Art der Ernährung, Qualität des Lymphflusses, Körperhaltung, Art der Atmung, Verdauung etc. beeinflusst wird. Als wichtigste Behandlungsgeräte gelten die Bionator-Modifikationen nach Balters u. in gewissem Umfang die Crozat Apparatur. Auch Zinn- u. Kieselsäurederivate, Phytotherapeutika, Homöopathika etc. werden eingesetzt.
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Osteomyelitis des Kiefers mit spezifischen Ursachen u. Verlaufsformen. Der Unterkiefer ist häufiger betroffen als der Oberkiefer. Ätiologisch ist zwischen der seltenen hämatogenen (meist nur im Kindesalter) u. einer fortgeleiteten Infektion (von einem devitalen Zahn mit apikaler Parodontitis, einem verlagerten Zahn evtl. auch mit Zystenbildung, einer Zahnfleischtasche, nach Kiefertrauma, nach operativem Eingriff o.ä.) zu unterscheiden. akute Das Krankheitsbild geht mit massiven klinischen Entzündungszeichen u. entsprechenden Laborparametern, hohem Fieber u. typischen lokalen Befunden im Kiefer-Gesichtsbereich einher, wie Schwellung, Rötung, Zahnlockerungen, Eiteraustritt aus Parodontien, Kieferklemme. Röntgenologisch anfangs kein charakteristischer Befund, außer ggf. der Nachweis devitaler Zähne, Zahn im Bruchspalt, o.ä. Therapie: hohe Antibiotikagaben, physikalische Maßnahmen (Kälte), Mundhygiene, evtl. Schienung der gelockerten Zähne. Sanierung des Gebisses darf erst nach Abklingen der akuten Phase erfolgen, da sonst Übergang in eine chronische K. zu befürchten ist. chronische tritt in primär oder sekundär chronischer Form auf, wobei Osteolysen, Knochentranformation u. -deformierung, periostale Verdickungen mit tumorähnlichem Wachstum u. Sequestrierung vorkommen. Röntgenologisch finden sich Demineralisation neben Verschattungen u. Sequestern, oft eine Auftreibung des Kiefers. Therapie: Antibiotikagaben über einen langen Zeitraum u. Gebisssanierung, oft erfordert die bindegewebig-narbige Umwandlung des Knochens eine operative Entfernung des veränderten Knochens durch Sequestro- oder Dekortikotomie. Prognose: auch heute noch keine Restitution des geschädigten Knochens möglich, weshalb u.U. eine Resektion mit sofortiger Rekonstruktion durch Knochentransplantation sinnvoll erscheint.
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dreidimensionale (räumliche) Beziehung der Zahnreihen von Ober- u. Unterkiefer. Dezentrale ungebräuchlicher Begriff für alle Positionen des Unterkiefers außerhalb der zentrischen Okklusion. horizontale zweidimensionale Beziehung der Zahnreihen von Ober- u. Unterkiefer in der Horizontalebene, d.h. in sagittaler u. transversaler Richtung. vertikale eindimensionale Beziehung der Zahnreihen von Ober- u. Unterkiefer in vertikaler Richtung; umgangssprachlich auch als "Bisshöhe" bezeichnet; zur Bestimmung kann u.a. eine Sprechprobe herangezogen werden.
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Spaltbildung im Kiefer, tritt kombiniert als Lippen-Kieferspalte oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auf. 1) Die echte Form stellt eine seltene symmetrisch-mediane Spaltbildung im Oberkiefer dar, die als Ausdruck einer Defektbildung im primären embryonalen Gaumen beiderseits der Spalte eine volle Entwicklung von Lippe, Alveolarfortsatz u. Zahnanlagen aufweist. 2) Die unechte Medianspalte stellt eine Kombination aus Spalte u. Defekt dar, die asymmetrisch mit Gewebsdefekten, z.B. des Zwischenkiefers, gestaltet ist. Therapie: plastische Vereinigung der Lippenstümpfe, nach Abschluss des Wachstums Knochentransplantat zur Defektdeckung.
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Einlagerung von autogenem Knochen (Rippe, Beckenkammspongiosa) in den Kieferspalt mit dem Ziel, den angeborenen knöchernen Defekt auszugleichen. Diese Methode wird uneinheitlich beurteilt. primäre Vornahme der Plastik zusammen mit dem Verschluss der Lippenspalte im Säuglingsalter. Bei schonender Mobilisation der Weichteile u. postoperativer kieferorthopädischer Behandlung ist keine Wachtumsstörung zu erwarten, Oberkieferdefekt wird knöchern überbrückt. sekundäre knöcherne Überbrückung der Kieferspalte im Wechselgebissalter erlaubt Stabilisierung der Kiefersegmente (v.a. bei doppelseitigen Spalten), Verschluss von Restlöchern, eine Verbesserung der knöchernen Unterlage für Nasenflügel u. Lippe u. Möglichkeit zum Einwachsen der spaltseitigen Zahnkeime ins Transplantat, somit am Ende der Behandlung das Vorliegen einer geschlossenen Zahnreihe. tertiäre nach Abschluss des Wachstums wird die K., ggf. zusammen mit einer Lippen-Nasen-Korrektur, durchgeführt, um die Knochenlücke zu schließen u. für später ein prothesenfähiges Knochenlager zu schaffen.
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das Unvermögen des aktiven Lippen- u./oder Zahnreihenschlusses; v.a. bei Kiefergelenkluxation (als typische federnde Gelenksperre mit offenstehendem Mund) und bei Unterkieferfraktur
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Wachstum der Kiefer; es erfolgt überwiegend in dorsokranialer Richtung. Daraus resultiert sowohl für den Ober- als auch den Unterkiefer eine nach kaudal u. ventral gerichtete Verlagerung. Im Oberkiefer kommt es als Folge des vertikalen Wachstums nach dem V-Prinzip zu einer Verbreiterung u. Höhenzunahme der Alveolarfortsätze. Im Unterkiefer sind die Wachstumsregionen das Kiefergelenk u. der aufsteigende Unterkieferast, der Kieferwinkelbereich u. die Alveolarfortsätze. Die Form des Unterkiefers variiert sehr stark mit der generellen Wachstumsrichtung u. wird teilweise durch funktionelle Faktoren mitbeeinflusst.
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auf einzelne oder mehrere Zähne transversal oder sagittal wirkende Kräfte der Halteelemente unter Kaulast;
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Konstruktionselemente einer Teilprothese, die eine Prothese gegen kippend-abziehende Kräfte sichern. K. haben selbst keine Haltewirkung, verstärken oder ermöglichen erst den Effekt von Halteelementen u. werden daher auch als "indirekte Halteelemente" bezeichnet.
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Zahnfehlstellung; man unterscheidet zwischen einem vestibulären (nach fazial, labial, bukkal), oralen (nach lingual, palatinal), mesialen u. distalen K. Eine Kippung der Frontzähne nach labial (z.B. durch Daumenlutschen) wird als Protrusion bezeichnet.
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1) Befestigungselement einer Teilprothese am Restgebiss. K. können nach ihrer Funktion in Halteklammern oder Halte-Stützklammern unterteilt werden. Halteklammern haben die Aufgabe, eine Prothese gegen abziehende Kräfte zu sichern. Halte-Stützklammern verhindern zugleich ein Absinken der Prothese u. übertragen Kaukräfte auf die Klammerzähne. K. bestehen aus Klammerunterarm, Klammeroberarm (beide zusammen ergeben den Klammerarm), Klammerschulter u. Klammerschwanz. Bei Halte-Stützklammern kommt die Auflage hinzu. Das Funktionsprinzip der K. besteht im elastischen Aufbiegen des Klammerarms über die größte Wölbung des Zahnes beim Einsetzen der Prothese. Der Prothesenhalt kommt durch das Eingreifen des Klammerunterarms in die Infrawölbung zustande. Für die verschiedenen Anwendungszwecke wurden verschiedene Klammerformen entwickelt. Prinzipiell unterscheidet man zwischen gebogenen u. gegossenen K. fortlaufende gegossene, mehrere Zähne verbindende Klammerkonstruktion; sie kann außer zur Abstützung von Teilprothesen auch zur abnehmbaren Schienung parodontal geschädigter Zähne eingesetzt werden je nach Ausführung nach Elbrecht, Schröder, Spreng, van Thiel. gebogene K. aus federhartem Draht, die mit einer Klammerbiegezange der Kronenform angepaßt wird; allenfalls für Interimsprothesen geeignet; s.a. Drahtklammer, Gussklammer. 2) Halteelement kieferorthopädischer Plattenapparaturen; es dient der Fixation der Platte an den Zähnen sowie der intramaxillären Abstützung. Verwendet werden können z.B. Pfeil-, Adams*-, Tropfen-, Dreiecks- u. Zugklammer.
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Teil einer Klammer, der den Pfeilerzahn umgreift. Der K. wird geteilt in Klammerober- u. Klammerunterarm. Der Klammeroberarm liegt oberhalb des prothetischen Äquators, der Klammerunterarm greift unter den prothetischen Äquator in die Infrawölbung. Beim Einsetzen der Prothese wird der Klammerarm elastisch aufgebogen.
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Teil einer Klammer, der dem Pfeilerzahn aufliegt. Die K. ist für die Stützfunktion der Klammer verantwortlich.
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Oder Klammerschwanz, Appendix Verbindungsteil zwischen Klammer u. Prothesenbasis.
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auf dem Modell angezeichneter Verlauf einer Klammer (geplante Gussklammer) von der Klammerschulter bis zur Klammerspitze im Unterschnitt des zu umklammernden Zahnes. Um die geplante K. exakt auf das Einbettmassemodell zu übertragen, wird mit 0,3 mm dickem, selbstklebendem Wachs der Verlauf der Gussklammer festgelegt.
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Teilprothese, die auschließlich mit Klammern am Restgebiss befestigt ist.
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starrer, den Zahn umfassender Teil der Klammer.
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Ende des Klammerarms, der zu einem Drittel der Länge im Unterschnitt des Zahnes federnd u. sich verjüngend ausläuft.
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Zahn eines Restgebisses, der über eine Klammer der Befestigung einer Prothese dient.
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Mischungen aus Harzen (hauptsächlich Kolophonium) u. Wachsen, aber auch rein synthetische Produkte; bei Raum- u. Mundtemperatur hart u. spröde, im erwärmten Zustand (weich bis flüssig) stark klebrig. Im Dentalbereich wichtiges Hilfsmittel zur vorübergehenden Fixierung; K. müssen gut an allen gängigen Dentalwerkstoffen (Metalle, Kunststoffe, Keramiken, Gipse) haften; s.a. Dentalwachse.
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nichtmetallische, meist organische, aber auch anorganische (z.B. Wasserglas) Werkstoffe, die Festkörper durch Adhäsion (Haften an Oberflächen) u. Kohäsion (Eigenfestigkeit) mechanisch stabil verbinden. Um den für die Adhäsion erforderlichen innigen Kontakt des K. mit der Werkstückoberfläche (Substrat) zu gewährleisten, sind K. zunächst fließfähig; je besser die Benetzung des Substrates, desto größer die Adhäsion. Nach dem Applizieren muss der K. härten, etwa durch eine Abbindereaktion des zuvor angemischten Materials (Zweikomponentenkleber), durch Verdunsten von Lösungsmitteln (Lösungsmittelkleber), durch Abkühlen (Schmelzkleber). Die zu verklebenden Flächen sind häufig einer Vorbehandlung zu unterziehen (Säuberung; Trocknung; Entfettung; spezielle Konditionierung durch Auftragen eines Haftvermittlers, um den Verbund zu optimieren oder überhaupt erst zu ermöglichen). Aufrauhen der beteiligten Oberflächen (Ätzen, Sandstrahlen) stärkt den Klebeverbund durch die Vergrößerung der Grenzfläche, oft auch durch die Etablierung zusätzlicher mechanischer Retentionen;
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oder Zähneknirschen, unbewusstes, oft im Schlaf ausgeführtes Reiben der unteren an den oberen Kauflächen, z.T. mit übermäßiger Kraft, i.d.R. auf psychische Belastungen zurückzuführen. Folgen können sein: Attrition des Schmelzes, Schmerzen im Bereich der Kaumuskulatur, Schäden am Parodont. Aufbissschienen beugen diesen Schäden vor. - Das K. gehört neben Pressen, Zungendrücken, Lippenbeißen u. den sog. Habits zu den Parafunktionen.
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aus Kunststoff gefertigte, okklusionsadaptierte Schiene, die die Wirkung von Parafunktionen verhindern oder herabsetzen soll.
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1) das aus Osteozyten, kollagenen Fasern u. einer verkalkten Grundsubstanz bestehende Knochengewebe. 2) die festen, biegungselastischen Teile des Skeletts als lange oder Röhrenknochen oder kurze, würfel- oder zylinderförmige sowie als platte, breite Geflechtknochen , z.B. Schädeldachknochen. Lagerstätte des blutbildenden Knochenmarks, Ursprungs- u. Ansatzorte für die Skelettmuskeln. Strukturell - nach der Anordnung des Knochengewebes - unterschieden als Bälkchen- u. als Lamellenknochen; -Ossifikation, Bindegewebsknochen, Ersatzknochen, Spongiosa, Kortikalis, Periost, Trajektorien. alloplastischer synthetisch hergestellte Ersatzmaterialien, die anstelle körpereigener K. verwendet werden, wie Hydroxylapatit, Tricalciumphosphat-Keramik u. Glaskeramiken. demineralisierter Syn.: demineralized freeze-dried bone allograft, DFDBA allogenes Knochentransplantat, das labortechnisch demineralisiert u. gefriergetrocknet wird. Damit vermeidet man nach der Transplantation im Organismus des Empfängers weitgehend Infektionen u. Antikörperreaktionen, dem Patienten wird die zusätzliche Knochenentnahme erspart;
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Glättung oder Kürzung von Knochenflächen oder -kanten bei operativen Eingriffen, wie Freilegung oder Entfernung von Zähnen, Implantation oder Einbringen von Knochentransplantaten.
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Verlust an verkalktem Knochengewebe; z.B. als Osteoporose (sog. Strukturatrophie), als Osteolyse (sog. Formatrophie; z.B. als Usur, Kaverne).
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anatomische Hohlraumbildung im Knochen, z.B. Nasennebenhöhlen, pathologisch durch Zysten, Tumoren etc., chirurgisch durch Zystenoperation oder -resektion verursacht. statische durch veränderte funktionelle Belastung (Statik) in der Knochenspongiosa entstandener Hohlraum ohne Epithelauskleidung, der röntgenologisch eine Zyste imitiert u. daher zu den Pseudozysten gezählt wird.
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die Gesamtheit der zellulären Substanz in der Spongiosa von Röhrenknochen, Rippen, Brustbein, Schulterblättern, Schädeldachknochen, Hand- u. Fußwurzelknochen. Man unterscheidet das Fettmark (Medulla ossium flava; mit im Alter steigendem Anteil) u. einen blutbildenden Anteil, das rote K. (Medulla ossium rubra). Das rote K. ist unter physiologischen Bedingungen alleiniger Ort der Blutbildung (außer Lymphozyten); es besteht aus retikulärem Bindegewebe, Retikulumzellen, Blutstammzellen, unreifen u. reifen Formen der Erythro-, Granulo-, Thrombozytopoese u. Monozyten.
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infraalveoläre Tasche durch Seitenabbau des Alveolarknochens bei Parodontitis marginalis profunda; der Taschenboden liegt apikal vom Limbus alveolaris. Je nach pathologischer Situation unterscheidet man ein- (prognostisch äußerst ungünstig), zwei- u. dreiwandige (prognostisch günstig) K. Wegen der schwierigen röntgenologischen Darstellbarkeit müssen höchste Anforderungen an die Qualität der Röntgenaufnahme gestellt werden. Therapie: Auffüllen der K. durch Spongiosaspäne, autologes oder allogenes Knochenmaterial, alloplastisches Material wie Tricalciumphosphat- oder Hydroxylapatit-Granula, Schwenkung eines periostgestielten Knochentransplantats.
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Verpflanzung von Knochengewebe als Knochenspan (evtl. mehrere Späne; auch als Spanstraße) oder als gemahlener Knochen ("Knochenmehl"). Eine Knochenspaneinpflanzung dient auch zur Bildung eines knochenversteiften (= "armierten") Weichteillappens.
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remodellierender Umbau des Knochens durch Resorption u. Apposition von Knochenmaterial an gegenüberliegenden Stellen. Die Fähigkeit des Körpers, den K. in Gang zu setzen, ist die elementare Voraussetzung für die kieferorthopädisch-therapeutische Zahnbewegung, bei der durch Reize eine Knochenresorption auf der Druckseite u. eine Knochenapposition auf der Zugseite des Zahnes induziert werden.
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Membran zur absoluten Trockenlegung von Zahnkronen, z.B. bei endodontischen Maßnahmen, bei Entfernung von Amalgamfüllungen, bei Kompositrestaurationen, beim Einsetzen von Keramikinlays, zur Vermeidung von Aspiration oder Verschlucken von Instrumenten oder Fremdkörpern. Die Membran wird entsprechend den zu behandelnden Zähnen mit einer Lochzange perforiert, über die Zähne gestreift u. mit Kofferdamklammern fixiert
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Tiegel aus Kohlenstoff zum Schmelzen von Dentallegierungen; während des Schmelzvorganges wird im Tiegel eine reduzierte Atmosphäre (Kohlendioxid) erzeugt, die eine Oxidation der Schmelze verhindert.
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prolinreiche Gerüsteiweißkörper (Skleroproteine) als der gegen enzymatische Angriffe schützende Hauptbestandteil mesenchymaler interzellulärer Stützsubstanzen. Aus tierischem Kollagensol wird resorbierbares u. nichtresorbierbares Nahtmaterial ("Kollagenband") hergestellt, aus Hautkollagenen eine nichtresorbierbare Folie für temporären Hautersatz (z.B. bei Verbrennungen als Platzhalter für neu entstehendes Epithel). Kollagenvlies dient zur Blutstillung.
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Sammelbegriff für hochwertige Zahnersatzteile, die über verschiedene Konstruktionselemente mit Restzähnen verbunden sind.
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kurvenförmige Anordnung der Kauflächen künstlicher Zähne einer Totalprothese zur Kompensation des Christensen Phänomens mit dem Ziel einer bilateral balancierten Okklusion. Der sagittale Anteil der K. heißt Spee Kurve, der transversale Anteil Wilson Kurve;
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(latein. compositus = zusammengesetzt) zahnfarbene, mit anorganischen Füllstoffen verstärkte Füllungsmaterialien mit einer Kunststoffmatrix. Diese resultiert aus der Autopolymerisation (inzwischen selten) oder Lichtpolymerisation (durch Speziallampen, überwiegend im Blaulichtbereich) von monomeren Dimethacrylaten (DMA) u. ist entsprechend hochvernetzt (Vernetzung). Man unterscheidet nach dem die Acrylgruppen verbindenden organischen Rest: aromatische DMA (Prototyp: BIS-GMA), aliphatische DMA u., meist als Cyclohexan-(C6H6-)Derivate, alicylische DMA; vereinzelt finden sich auch Trimethacrylate; zur Steigerung der Hydrophobie des polymerisierten Materials werden auch DMA verwendet, deren Bindeglied Urethangruppen enthält, indem z.B. beim BIS-GMA die beiden OH-Gruppen mit Kohlensäuremonamid (H2N-CO-OH) verestert werden; diese Monomere werden als Urethan-Dimethacrylat-Addukte (UDMA) bezeichnet. Die Mehrzahl der Komposit-Fabrikate sind Copolymerisate dieser Monomertypen, wobei die Monomermischung insbesondere auf die Reduzierung der hohen Viskosität der ursprünglich bevorzugt verwendeten aromatischen DMA zielt. Als anorganische Füllstoffe dienen durch Mahlen zerkleinerte u. deshalb unregelmäßig geformte Partikel aus Quarz, Aluminiumoxid, Boroxid (B2O3), Zirkoniumoxid (ZrO2) sowie durch Zugabe entsprechender Oxide variierte Silikatgläser (Glas), z.B. Alumino-, Barium- (hohe Röntgenopazität!) oder Boroglas bzw. -silikat; neben diesen herkömmlichen Füllstoffen wird, durch Pyrolyse von siliciumorganischen Verbindungen gewonnenes, mikrofeines Siliciumdioxid (pyrogenes SiO2) mit Partikelgrößen zwischen 0,04 u. 0,1 m verwendet (s. Abb.). Über eine geeignete Silanisierung wird eine direkte chemische Bindung zwischen den Füllstoffpartikeln u. der Kunststoffmatrix angestrebt, so dass ein Verbundwerkstoff resultiert. Die Vorteile der K. gegenüber den ursprünglich ebenfalls als Füllungsmaterialien genutzten einfachen Acrylaten sind: geringe Polymerisationsschrumpfung, geringere Wärmeausdehnung, verbesserte mechanische Eigenschaften, insbesondere erhöhter Abrasionswiderstand. Nachteilig ist die mangelhafte Polierbarkeit der herkömmlich gefüllten K. aufgrund der unterschiedlichen Härte von Füllstoff u. Matrix, insbesondere bei den ersten, mit groben Partikeln (z.T. > 40 m) gefüllten Produkten; die Entwicklung führte daher zu K. mit zunehmend feinkörnigeren Füllstoffen; eine handelsübliche Konvention unterscheidet: Makropartikel > 10 m (makrogefüllte K., inzwischen selten); Midipartikel (1-10 m); Minipartikel (0,1-1 m); Mikropartikel (0,01-0,1 m; pyrogenes SiO2; mikrogefüllte K.). Mikrogefüllte K. werden in homogene u. inhomogene K. unterschieden: Erstere bestehen anfänglich ausschließlich aus einem Monomer/SiO2-Gemisch, letztere enthalten, analog zum Pulver-Flüssigkeit-Verfahren, im Monomer/SiO2-Gemisch bereits polymerisierte Partikel (> 10 m) der gleichen Zusammensetzung, aber auch mit erhöhtem SiO2-Gehalt zum Zweck einer weiteren Herabsetzung der Polymerisationsschrumpfung. Die mikrogefüllten K. sind polierbar, ermöglichen aber wegen des mit der Zugabe von pyrogenem SiO2 typischerweise verbundenen sehr starken Viskositätsanstieges im Vergleich zu den herkömmlich gefüllten K. nur kleinere Füllstoffgehalte (50-80 m%) mit der Folge von Einbußen bezüglich Volumenkonstanz u. mechanischen Eigenschaften. Ein Kompromiss wird mit den Hybrid-K. versucht, bei denen neben den Mikrofüllern wieder größere Partikel, vorwiegend unter 10 m Korngröße, zugesetzt sind (Füllstoffgehalt bis zu 88 m%); diesem Konzept entspricht inzwischen die Mehrzahl der Produkte. K. werden als Füllungsmaterial im Frontzahnbereich eingesetzt. Im Seitenzahnbereich sind sie nur bei vollständig von Schmelz begrenzten Kavitäten anwendbar.
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Restauration eines Zahnes mit Komposit .Am Kavitätenrand ist der Schmelz abzuschrägen. Noch vorteilhafter ist es, dies mit einer Adhäsivpräparation zu verbinden. Diese bedingt eine Konditionierung des beschliffenen Schmelzes im Säureätzverfahren u. die Auftragung eines lichthärtenden Haftvermittlers, der das nachfolgend aufgebrachte Komposit mit dem Schmelzrelief verbindet. Bei fehlender Schmelzbegrenzung der Kavität ist ein Dentinhaftvermittler notwendig; er ersetzt auch eine Unterfüllung in flachen Kavitäten. Das Komposit wird schichtweise in die Kavität eingebracht u. lichtpolymerisiert. - Die Farbbestimmung erfolgt mittels Farbringen; sie wird durch die unterschiedliche Transparenz von Kunststoff u. Schmelz bzw. Dentin erschwert. adhäsiv gelegte, mehrschichtige nachträglich eingeführte Position des BEMA (13e einflächig, 13f zweiflächig, 13g mehrflächig); nach Anwendung auch von Dentinhaftvermittlern u. mehrschichtiger Polymerisation. Die Abrechnung ist beschränkt auf Patienten mit nachweisbarer Amalgamallergie oder schwerer Niereninsuffizienz. Sie soll 1% der Gesamtfüllungszahl nicht überschreiten.
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laborgefertigte, zahnfarbene Einlagefüllung, die mit Kompositklebern adhäsiv in der Kavität verankert wird . Bei einer (zervikal) nicht von Schmelz begrenzten Kavität ist ein K. auch in Verbindung mit Dentinhaftvermittler nur eingeschränkt indiziert (Randspaltbildung). - Eine Variante ist die direkte Fertigung des K. in der noch nicht adhäsiv vorbereiteten Kavität: Das K. wird nach dem Erhärten des Komposites entnommen, ggf. in einem Wasserbad oder Lichtofen nachgehärtet (Vergüten) u. dann adhäsiv in der Kavität befestigt.
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reversibel starre (thermoplastische) Abformmassen; Mischungen aus Harzen (Kolophonium, Kopal, Sandarak), Wachsen, aber auch Paraffin u. Füllstoffen (z.B. Talkum); letztere haben neben einer Festigkeitssteigerung (Verbundwerkstoff) insbesondere den Zweck, im erweichten Zustand (ab 60°C) die Klebrigkeit der Harze zu kompensieren. Als Abformmaterial inzwischen ohne Bedeutung; Verwendung z.B. zur Löffelindividualisierung;
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Verdichtung. 1) Übergang eines Stoffes von der dampfförmigen in die flüssige, bei sublimierenden Stoffen in die feste Phase. 2) Vereinigung von 2 (oder mehr) Molekülen unter Austritt z.B. von Wasser bei Esterbildung. 3) Amalgamkondensation. 4) Verdichtung von Wurzelfüllmaterial (Guttapercha). laterale häufig angewandte Methode der Wurzelkanalfüllung, v.a. nach der konischen Wurzelkanalaufbereitung (step-back-Technik) indiziert. Dabei wird ein Guttapercha-Hauptstift ("master point") in der Stärke der apikalen Hauptfeile bis zu ihrer Arbeitslänge in den Wurzelkanal eingeführt, wobei die apikale Hälfte mit Wurzelkanalfüllungsmasse beschickt wird. Seitlich werden nun weitere kürzere Guttapercha-Spitzen eingeschoben, u. zwar mit Hilfe von Fingerspreizern, die den Hauptstift an die Kanalwand verdrängen u. Platz für die Zusatzstifte, die jeweils kürzer sind als der Hauptstift, schaffen. Der Vorgang wird so lange wiederholt, bis kein weiterer Stift mehr eingebracht werden kann vertikale Abfüllen des Wurzelkanals mit einem erhitzten Guttapercha-Hauptstift ("master point"); dieser wird eingepaßt, mit Wärmeträgern plastifiziert u. mit kalten Stopfern apikalwärts kondensiert .Im Gegensatz zu der bevorzugten lateralen K. (s. oben) erübrigt sich hier evtl. eine zusätzlich angemischte Wurzelfüllmasse. Die v. K. wird v.a. bei geraden Wurzelkanälen angewandt.
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gedachte Verbindungslinie des lateralen u. medialen Pols eines Kiefergelenkkopfes; die beiden Kondylenachsen der Unterkiefergelenkköpfchen schneiden sich am Vorderrand des Foramen magnum, im Gegensatz zur "funktionellen" Drehachse = Scharnierachse.
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dreidimensionale Bewegungsbahn(en) des Kondylus des Unterkiefers im schädelbezogenen Koordinatensystem (meist als Bewegung der Scharnierachse registriert). frontale auf die Frontalebene projizierte Bewegungsbahn des Kondylus. horizontale auf die Horizontalebene projizierte Bewegungsbahn des Kondylus. sagittale auf die Sagittalebene projizierte Bewegungsbahn des Kondylus.
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Winkel zwischen der Geraden durch Anfangs- u. Endpunkt der sagittalen Kondylenbahn u. einer Referenzebene (Scharnierachsen-Orbitalebene, Frankfurter Horizontalebene, Camper* Ebene).
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auf die Sagittalebene projizierter Winkel zwischen einer Parallelen zur einer horizontalen Schädelbezugslinie (z.B. Frankfurter Horizontale) u. einer Geraden, die den Anfangs- u. einen weiter protrusiv gelegenen Punkt der Protrusionsbahn verbindet
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keimhemmende Substanzen, die Arznei- u. Lebensmitteln zugesetzt werden, um deren Kontamination zu verhindern. Lokalanästhetika in Durchstichflaschen werden mit Parabene versehen, das bei sensibilisierten Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen auslöst.
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sagittale u. transversale Verschiebung des Unter- zum Oberkiefer in das angestrebte therapeutische Lageverhältnis; dabei nehmen die Kiefergelenkköpfe eine neue Position ein, die durch eine Anpassungsreaktion die Korrektur der Dysgnathie günstig beeinflusst. Bei der Bissnahme für den K. sollte es dabei zu einer Bisssperre von maximal 4-6 mm kommen. In sagittaler Richtung sollte die Lageänderung maximal eine Prämolarenbreite (7-8 mm) betragen. Verschiedentlich wird ein fraktioniertes (schrittweises) Vorgehen empfohlen.
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Industriell vorgefertigte oder vom Zahntechniker individuell hergestellte feinmechanische Verbindungsteile für Zahnersatz; dazu zählen verschiedenste Geschiebe, Anker, Riegel, Stege und Teleskope.
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Substanz, die durch (Schleim-)Hautkontakt u. Eindringen eine Allergie verursacht bzw. auslöst. Häufige K. sind Latex, Formaldehyd, Parabene sowie Nickel-, Chromat- u. Cobalt-Ionen. In der Zahnheilkunde zunehmende Bedeutung durch die breite Anwendung von Latexhandschuhen. (Obwohl die Metalle Legierungsbestandteile von Prothesenbasen sind, treten fast keine Konktaktallergien an der Mundschleimhaut auf.) Auch auf die Schleimhaut aufgetragene Arzneimittel wie Perubalsam, Eugenol, Neomycin, Benzocain können als K. wirken. Die - zumeist niedermolekularen - Stoffe sind Halbantigene, die durch Bindung an ein Eiweiß zum Vollantigen werden.
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einseitig zeichnende, schwarze, blaue, grüne oder rote dünne Folie zum Markieren von Kontakten auf den Kauflächen oder Schneidezähnen sowie in den approximalen Kontaktzonen.
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punktförmiger Approximalkontakt zum Nachbarzahn nach Durchbruch der Zähne (etwa zwischen okklusalem u. mittlerem Drittel der Approximalflächen). Durch Attrition später Umwandlung in eine Kontaktfläche.
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Gegenguss aus Gips in eine Küvettenhälfte zur Prothesenherstellung;.
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Doppelkrone, deren Innenkrone konisch gestaltet ist, dient der Retention u. Abstützung von abnehmbarem Zahnersatz, seltener der Korrektur einer fehlenden gemeinsamen Einschubrichtung bei festsitzenden Brücken. Über den Konuswinkel kann die Haftkraft zwischen Innen- u. Außenkrone variiert werden. Je größer der Konuswinkel, desto kleiner die Haltekraft.
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Biss, bei dem die Schneidekanten der Frontzähne aufeinander stehen. Beim seitlichen K. treffen die Höcker der Seitenzähne in maximaler Interkuspidation auf die Höcker der Antagonisten
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1)kurz für Korngrenzflächen zwischen den einzelnen Körnern eines Werkstoffes (Gefüge). 2)die an der Oberfläche als Linien erscheinenden Grenzflächen zwischen den einzelnen Körnern (Kristalliten) eines Werkstoffes. Die korngrenznahen Atome/Moleküle sind weniger fest im Kristallgitter gebunden u. somit in einem korrosiven Milieu leichter löslich (Korngrenzkorrosion); K. sind mit einer geeigneten Korngrenzätzung als netzartiges Muster im Schliffbild darstellbar;
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von der Oberfläche ausgehende, entlang den Korngrenzflächen (Korngrenzen) in die Tiefe eines polykristallinen Werkstoffes fortschreitende selektive Korrosion; dadurch verlieren die Kristallite ihren Zusammenhalt, so dass der Werkstoff zerfällt (Kornzerfall).
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die bei der Korrekturabformung für die Zweitabformung genutzten dünnfließenden Abformmaterialien. keramische leichtfließende keramische Massen, um an fertig gebrannten Objekten Korrekturen (z.B. Kontaktpunkte, Fehler am Kronenrand) durchführen zu können.
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von der Oberfläche ausgehende Schädigung eines Werkstoffes infolge Reaktion mit dem angrenzenden Medium (Gase, Elektrolyte, Lösungsmittel, Schmelzen). Die Reaktion ist durchweg ein Lösungsvorgang, so dass korrosionsbedingte Schäden insbesondere Einbußen der Oberflächenqualität (Aufrauhung) u./oder der mechanischen Stabilität (Querschnittsschwächung) darstellen. Im biologischen Milieu haben die korrosiv gelösten Bestandteile des Werkstoffes i.d.R. ihrerseits einen schädigenden Einfluss auf die Umgebung (Biokompatibilität). Sofern keine zusätzlichen Angaben gemacht werden, steht der Begriff K. vereinbarungsgemäß für die K. metallischer Werkstoffe durch einen Elektrolyten (elektrochemische Korrosion); path oberflächliche Gewebszerstörung durch Entzündungsprodukte oder Ätzmittel.
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grobkristallines Mineral, das zu 90-95% aus Aluminiumoxid besteht. Dient als Schleif- u. Strahlmittel (Mohs* Härte 9, unterschiedliche Körnung u. Reinheit). Wird durch Schmelzen im Lichtbogenofen aus reiner Tonerde oder Bauxit gewonnen (die Quarz-, Eisen-, Titan- u. Calciumoxid als Verunreinigungen enthalten).
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orale Umfassung eines oder mehrerer Zähne im Zahnhalsbereich mit Metall des Prothesengerüstes, phonetisch besonders günstig im Frontzahnbereich, angenehm für die Zunge;
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historische Ausformung einer Gaumenplatte bzw. eines Sublingualbügels, die den Zähnen kragenförmig anliegen. Hygienisch ungünstig, nicht empehlenswert
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früher bevorzugte fortlaufende Klammer mit krallenartigen Auflagen über dem Kontaktpunkt von Schneidezähnen (ästhetisch ungünstig); im Approximalbereich müssen dafür kleine Vertiefungen zur Aufnahme der Krallen eingeschliffen werden. Die K. dient der Abstützung einer Teilprothese oder der Stabilisierung parodontal geschädigter Zähne
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den Schädel betreffend, schädel-, kopf- oder scheitelwärts, am oder zum oberen Körperende hin gelegen (=superior).
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den Schädel-Gesichtsbereich betreffende, also am Neuro- u. Viszerokranium lokalisierte Fehlbildung, Korrektur durch kraniofaziale Osteotomie
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Schädelmessung zur Erfassung der knöchernen Schädelformen nach metrischen Merkmalen; hierbei dienen definierte "kraniometrische" Schädelpunkte (bzw. am weichteilbedeckten Kopf des Lebenden "kephalometrische" Punkte) als Standard-Bezugspunkte; Kephalometrie.
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die vorzeitige Verknöcherung einer Schädelnaht (prämature K.) mit Hemmung des Schädelwachstums senkrecht zur jeweils betroffenen Naht u. verstärktem Wachstum in Richtung der Schädelnaht, was zu typischen Schädeldeformierungen führt. Nach der Erscheinungsform werden unterschieden: Trigonozephalus (Dreiecksschädel), Skaphozephalus (Kahnschädel), Akrozephalus (Hochschädel), Oxyzephalus (Spitzschädel), Brachyzephalus (Kurzschädel) u. Plagiozephalus (Schiefschädel). - Ätiologie: intrauterine Wachstumsstörung oder Chromosomendefekt, frühkindliche Meningitis, Folge operativer Eingriffe oder Traumata sowie einer metabolischen Störung. Das pathologische Schädelwachstum u. der Platzmangel für die Gehirnsubstanz führen zu neurologischen u. funktionellen Störungen
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zusammenfassende Bez. für bestimmte Okklusionsabweichungen. Man unterscheidet einen frontalen u. einen lateralen K., wobei i.d.R. Mischformen auftreten. frontaler Syn.: Frontzahnstufe, umgekehrte, progene Verzahnung der Front, umgekehrter Überbiss sagittale Abweichung, bei der sich ein oder mehrere Unterkiefer-Frontzähne in maximaler Interkuspidation vor den Oberkiefer-Schneidezähnen befinden). lateraler ein- oder beidseitige transversale Abweichung einzelner oder mehrerer Seitenzähne, bei der die Höckerbeziehung um eine Höckerbreite verschoben ist, je nach Sichtweise im Oberkiefer nach palatinal oder im Unterkiefer nach bukkal
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fester Körper, dessen Atome oder (meist) Ionen 3fach-periodisch, d.h. raumgittermäßig angeordnet sind, so dass seine ungestörten Oberflächen innerhalb eines bestimmten Temperatur- u. Druckbereiches die Grenzflächen mit der geringsten Oberflächenenergie darstellen. - Kristallsysteme: kubisch (regulär), rhomboide, mono- u. triklin (mit je 3 senkrecht aufeinanderstehenden optischen Hauptachsen), tetra- u. hexagonal (optisch einachsig).
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dreidimensional regelmäßig angeordnete Punktlage der Bausteine (Atome, Ionen, Moleküle) eines Kristalls; es wird beschrieben z.B. durch den für den Kristall charakteristischen Typ der Elementarzelle (z.B. hexagonal, kubisch-flächenzentriert, kubisch-raumzentriert) u. deren Abmessung.
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Änderung des Kristallgittertyps im festen Zustand beim Passieren der zugehörigen Umwandlungstemperatur; nach dem Prototyp dieser Umwandlungen beim Stahl heißen bei metallischen Werkstoffen die Hochtemperaturmodifikationen Austenit-Phase u. die Tieftemperaturmodifikationen Martensit-Phase. Die Umwandlung erfolgt diffusionslos, d.h., die Atome behalten ihre Nachbarschaft, jedoch in einer neuen Anordnung (martensitische Umwandlung); das "Umklappen" des Gitters erfolgt im betroffenen Kristall mit Schallgeschwindigkeit; eine K. ist durch Abschrecken nicht zu unterdrücken. Die Umwandlung ist immer mit einer Formänderung, meist auch mit einer Dichte- u. damit Volumenänderung verbunden. In einem polykristallinen Werkstoff resultieren daraus erhebliche Spannungszustände (Eigenspannungen), die eine weitere Umwandlung zunehmend behindern; der Anteil der umgewandelten Bereiche in einem Gefüge steigt mit der Entfernung von der Umwandlungstemperatur. Beispiele für eine K. (jeweils im Zuge einer Aufheizung): Cristobalit bei 230°C: von der - in die -Modifikation; Eisen bei 911°C: von kubisch-raumzentriert nach kubisch-flächenzentriert, bei 1396°C erneut nach kubisch-raumzentriert; Cobalt bei 1120°C: von hexagonal nach kubisch-raumzentriert; Titan bei 883°C: von hexagonal nach kubisch-raumzentriert;
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kleinste kristalline Bereiche in einer nichtkristallinen Umgebung. Die Bildung von K. (Keimbildung) ist Voraussetzung einer Kristallisation. Die Zahl der K. in einer erstarrenden Schmelze bestimmt die Zahl u. damit die mittlere Größe der einzelnen Kristallite im Gefüge.
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im Kristallgitter z.B. von Salzen enthaltenes Wasser in einem festen Mengenverhältnis. Beispiel: Gips (CaSO4 o 2 H2O).
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Wenn der kariöse Zahn nicht mehr durch eine Füllung rehabilitiert werden kann, ist eine Krone erforderlich. Sie ist ein künstlicher hülsenartiger Überzug (aus Keramik, Kunststoff oder Metall), der die natürliche Zahnkrone abdeckt. Bei einwandfreier Zahnwurzel werden Kronen, Halbkronen oder stiftverankerte Kronen aus Metall, Keramik oder Kunststoff eingesetzt. Eine Jacketkrone umhüllt den stufenförmig abgeschliffenen Zahn wie eine Ummantelung und besteht entweder nur aus Keramik oder nur aus Kunstoff.Zahnkrone bzw. deren künstlicher Ersatz. anatomische der mit Schmelz bedeckte, in die Mundhöhle ragende Teil des Zahnes. galvanokeramische vollverblendete, metallkeramische Hülsenkrone, bei der die keramische Verblendung auf ein galvanisch abgeschiedenes, ca. 0,2 mm dünnes Goldkäppchen aufgebrannt wird; klinische -natürliche Krone Teil des Zahnes, der in die Mundhöhle ragt; bei Gingivarezession auch über die Schmelz-Dentin-Grenze hinaus; vgl. K., anatomische. künstliche seltene Bez. für die Abdeckung der (natürlichen) Krone nach Präparation prothetische zahnärztliche Restauration, die Teile der natürlichen Zahnkrone oder die gesamte Zahnkrone ersetzt. Im Gegensatz zur Einlagefüllung decken K. die natürliche Zahnkrone kappenartig ab. Eine K. setzt die Präparation eines Zahnes voraus. K. dienen dem Ersatz verlorengegangener Zahnsubstanz, dem Schutz vor Abrasion, dem Schutz des freigelegten Dentins, der Befestigung von Brücken u. Prothesen sowie der Herstellung eines ästhetischen Aussehens. K. werden eingeteilt in Teilkronen, Hülsenkronen u. Stiftkronen provisorische Versorgung eines präparierten Kronenstumpfes bis zum Eingliedern der definitiven K.; s.a. Kronen-Brücken-Materialien.
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Sammelbezeichnung für zahnfarbene Materialien ausreichender Transluzenz zur Herstellung von Kronen u. Brücken sowie zur Verblendung von metallischen Kronen- u. Brückengerüsten. Ursprünglich auf Kunststoffe beschränkt, inzwischen auch auf entsprechende Keramikmassen angewandt. Bei den keramischen K&B-M. unterscheidet man zwischen Materialien für Vollkeramik-Restaurationen u. solchen für die Verblendung (Dentalkeramik). Die K&B-M. auf Kunststoffbasis sind Acrylate (meist Polymethylmethacrylate) sowie von den Füllungsmaterialien dieses Typs abgeleitete Komposite. Kronen u. Brücken ausschließlich aus Kunststoff gelten nur noch für eine provisorische Versorgung als indiziert; speziell für provisorische Einzelkronen werden direkt im Mund mit Hilfe einer vor der Zahnpräparation erstellten Abformung zu applizierende Autopolymerisate angeboten. Neben der Auto- u. Heißpolymerisation wird bei den K&B-M. für Verblendzwecke zunehmend die Lichtpolymerisation genutzt.
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Abformung eines zur Aufnahme einer Krone präparierten Zahnes; verwendet werden Elastomere u. Hydrokolloide. Die K. wird i.d.R. als Doppelmischabdruck oder als Korrekturabformung durchgeführt.
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Hilfsmittel zur Abnahme einer zementierten oder provisorisch befestigten Krone. Verwendet werden Hirtenstäbe, speziell geformte Zangen u. Instrumente, mit denen eine Krone aufgebogen werden kann.
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die Mittelachse einer Zahnkrone - nicht identisch mit der Zahnachse. Bei einwurzeligen Zähnen die Verbindungslinie zwischen der Schneidekantenmitte u. dem Wurzelkanaleingang; bei mehrwurzeligen Zähnen zwischen der Kauflächenmitte u. dem Mittelpunkt zwischen den Kanaleingängen.
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Neigungswinkel zwischen Kronenachse u. Zahnlängsachse, besonders bei...???
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Perforation des Kronenpulpakavums - seitlich oder in der Furkation eines mehrwurzeligen Zahnes - bei der endodontischen Behandlung (meist unklare Konfiguration der Kanaleingänge).
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Teil des Zahnmarks im Bereich der anatomischen Krone; der Übergang zur Wurzelpulpa ist an mehrwurzeligen Zähnen deutlicher definiert Durch Anlagerung von Sekundärdentin wird die K. in unterschiedlichem Maße verkleinert. Mesiale Pulpahörner von Molaren können in ihrer ursprünglichen Ausdehnung erhalten bleiben. Andererseits kann an diesen Zähnen die Höhe der K. bis auf einen Spalt vermindert sein.
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Abschlussrand einer Krone, bildet den Übergang zur natürlichen Zahnhartsubstanz. Bei mangelnder Qualität des K. (Überkonturierung, Spalt zwischen K. u. natürlichem Zahn) infolge vermehrter Plaqueakkumulation Prädilektionsstelle von Karies oder Gingivitis;
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Von okklusal (bzw. inzisal) betrachtet, weisen die mesialen Approximalflächen der Zähne eine stärkere Krümmung auf als die distalen; dadurch lassen sich rechte u. linke Zähne voneinander unterscheiden.
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zum einmaligen Gebrauch bestimmte Abformlöffel aus Polyethylen; da sie verformbar sind u. verzerrte Modelle ergeben, ist die Anwendung in Frage zu stellen.
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starr-irreversible Abformmaterialien; das Pulver ist ein Polyethylmethacrylat, die Flüssigkeit monomeres Butylmethacrylat; die Veresterung der Methacrylsäure mit Ethanol bzw. Butanol dient dem Zweck der Erweichung (Weichmacher). Das Abbinden erfolgt durch Autopolymerisation.
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1) allgemein: künstlich hergestellte Materialien, zur Unterscheidung von Naturprodukten. 2) speziell: makromolekulare organische, meist amorphe u. insofern glasartige Materialien. Die Makromoleküle (Polymere) entstehen durch Polyaddition, Polykondensation oder Polymerisation von natürlichen oder synthetischen (dann vollsynthetische K.) kleineren Molekülen (Monomere); diese Reaktionen sind begleitet von z.T. beträchtlichen Kontraktionseffekten (Polymerisationsschrumpfung) gegenüber dem monomeren Zustand. Das Molekülwachstum bedingt eine zunehmende Verfestigung der reagierenden Substanz; die Festigkeit des Polymeren steigt mit dem erreichten Polymerisationsgrad, d.h. mit der Länge der Makromoleküle. Gegenstände aus Kunststoff werden vornehmlich durch plastisches Formen hergestellt, wovon sich das Synonym Plaste bzw. Plastik für diese Werkstoffe ableitet. Man unterscheidet Duroplaste u. Thermoplaste. Duroplaste sind vernetzte K., ihre plastische Formung muss in einem Zwischenstadium der Makromolekülbildung vor der Vernetzung erfolgen; die zur Formung erforderliche oder - bei noch fließfähigen Materialien - eine nachträgliche Erwärmung bewirkt dann durch weitere Reaktion die endgültige, irreversible Festigkeit (Härten). Thermoplaste können auch nach abgeschlossener Makromolekülbildung durch Erwärmen auf Temperaturen über dem Einfrierbereich wiederholt plastifiziert werden. K. finden in der Zahnmedizin vielfältige Anwendung. Bei den Dentalkunststoffen wird das zu formende Material häufig durch Mischen von Pulvern aus bereits fertigpolymerisierten Partikeln mit Monomerflüssigkeit bereitgestellt (Pulver-Flüssigkeit-Verfahren); nach der Formung erfolgt die Polymerisation des Monomeren, welches dann als feste Matrix die Partikel enthält; so verarbeitete K. werden im Dentalbereich auch als Chemoplaste bezeichnet; -
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1) allgemein: Verfahren zur Fertigung von Gegenständen aus Kunststoff. 2) speziell: Dentalkunststoffe werden wegen der hohen Polymerisationsschrumpfung vorwiegend nach dem Pulver-Flüssigkeit-Verfahren verarbeitet. Die Formgebung erfolgt mit Hilfe von Hohlformen, die durch Einbetten entsprechender Wachsmodellationen in Gips u. anschließendes Ausbrühen des Wachses gewonnen werden. Nach der Art des Einfüllens des Kunststoffteiges unterscheidet man: Gießharzverfahren, bei dem eine monomerreiche u. damit fließfähige Pulver-Flüssigkeitsmischung über einen Gusskanal in eine geschlossene Küvette gegossen wird, Spritzpreßverfahren, bei dem aus einem Reservoir unter Druck der Kunststoffteig in eine geschlossene Küvette gepreßt wird, Stopfverfahren, bei dem der Teig im Überschuß in eine geteilte Küvette gebracht u. anschließend durch Zusammenpressen der Küvettenhälften unter hohem Druck geformt wird. Beim Spritzgussverfahren wird ein auspolymerisierter Kunststoff (Thermoplast) nach dem Plastifizieren unter Druck in eine geschlossene Küvette gespritzt. Kunststoffverblendungen werden inzwischen nahezu ausschließlich in freier Modellation gestaltet;
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zahnfarbene, aus Kunststoff bestehende Verblendung einer Krone oder Brücke. Als Verblendmaterial werden anorganisch gefüllte Polymethymethacrylate oder Urethandimethacrylate verwendet. Die K. ist technisch weniger aufwendig zu fertigen als eine Keramikverblendung, jedoch weniger abriebfest u. farbstabil;
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industriell gefertigte Zähne, die aus Kunststoff polymerisiert wurden. Bestehen überwiegend aus anorganisch hochgefüllten Urethandimethacrylaten. Gegenüber Keramikzähnen geringere Abrasions- u. Farbbeständigkeit.
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rotglänzendes, weiches Schwer-, Halbedelmetall mit kubisch-flächenzentriertem Kristallgitter; 1- bis 3wertig; Ordnungszahl 29, Atomgewicht 63,546, Dichte: 8,9 g/cm©¯; Schmelzpunkt 1.083°C. Bioelement u. Bestandteil vieler Enzyme - Palladiumlegierungen mit Kupferzusatz dürfen nur noch verwendet werden, wenn ihre Verträglichkeit erwiesen ist. Die Feilung für Amalgame enthält 6-30% K. Kupfersalze werden nur noch wenigen Befestigungszementen zugesetzt; sie sollen einer Randkaries vorbeugen. Kupfersalze finden darüber hinaus Anwendung als Brechmittel, Desinfiziens (in Augen- u. Gurgelwässern; für Umschläge) u. äußerliche Ätzmittel.
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Quecksilberlegierung; speziell im Dentalbereich: Legierungen mit ca. 35 m% Cu, Rest Hg, selten weitere Bestandteile (etwa Zinn) in geringer Konzentration: Diese heterogenen Legierungen bestehen bei Raumtemperatur aus reinem Kupfer u. einer Cu4Hg3-Phase (= 70,3 m% Hg), die sich beim Erwärmen auf Temperaturen über 98°C (Solidustemperatur) in Kupfer u. flüssiges Quecksilber zersetzt. Danach ist die Mischung zu einer Paste triturierbar; die Verfestigung der Paste nach dem Abkühlen unter Neubildung der Cu3Hg4-Phase erfordert etliche Stunden. K. fand als plastisches Füllungsmaterial (bakterizide u. damit karieshemmende Wirkung) oder Modellmaterial Verwendung; der Einsatz ist aus toxikologischen Gründen (beträchtliche Quecksilberdampfkonzentration während der Verarbeitung, völlig unzulängliche Mundbeständigkeit) seit langem obsolet.
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1) trogförmiges Gefäß aus Glas oder Porzellan für die Tauchfärbung von Objektträgerpräparaten bzw. - aus Spezialglas - für die Photometrie. 2) zweiteilige Form aus Metall oder Spezialkunststoff zur Herstellung von Zahnersatz aus Kunststoff u. zum Dublieren von Modellen.
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1) Nutzung kalter Medien zu Heilzwecken u. zur Verhütung postoperativer Schwellungen, z.B. Eisbeutel 2) Anwendung von Kältesonden; unter Verdampfung von Stickstoff bis zu -180°C wird eine Gewebsnekrose ausgelöst, um ohne Schnitt u.a. kleine Haut- oder Schleimhauttumoren, wie Nävi, Hämangiome, Basaliome, zu beseitigen, wenn keine operative Exzision möglich oder erwünscht ist. Nachteilig ist die fehlende Möglichkeit zur histologischen Untersuchung. In seltenen Fällen kann die K. auch zur Palliativbehandlung von Karzinomrezidiven angewendet werden.
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Sensibilitätsprüfung an Zähnen mittels Kältereiz durch Kohlensäureschnee oder Spraygemische aus Propan und Butan.
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Mischung von konzentrierter Salpetersäure (68 m% HNO3 in H2O) u. konzentrierter Salzsäure (38 m% HCl in H2O) im Volumenverhältnis von 1:3; K. löst Gold.
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Kennzeichnung der mittleren Partikelgröße von Gefügen oder Schleifkörpern; bei den Diamantschleifern wird ohne exakte Größenangabe nach extrafein (= 504), fein (= 514), mittel (= 524, ca. 100 m) u. grob (= 534, ca. 150 m) unterschieden, wobei die Zahlengruppe an 4. Stelle erscheint. Je nach Hersteller erfolgt eine Farbcodierung.
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Schnittlinien anatomischer Ebenen: 1) vertikale Achse (in Richtung von "superior" nach "inferior"); 2) sagittale Achse (in Richtung von "anterior" nach "posterior"); 3) transversale Achse (in der Symmetrieebene - von medial nach lateral).
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