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Nachpressverfahren
Pressverfahren zur Herstellung von Kunststoffprothesen ("Stopfen"): Nach Einbettung der Wachsmodellation in eine Küvette, Herstellung eines Konters und Ausbrühen wird die Hohlform mit Prothesenkunststoff beschickt und mit einer dünnen Polyethylen- oder auch Teflonfolie abgedeckt. Die Küvette wird geschlossen, und es erfolgt ein erster Pressvorgang mit einer hydraulischen Presse oder einer Spindelpresse. Anschließend wird die Küvette wieder geöffnet, Überschüsse, die zu einer Überhöhung führen, werden entfernt und eventuelle Hohlräume noch einmal mit Kunststoff beschickt. Es erfolgt eine erneute Pressung (Nachpressung).

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Nachresektion
nochmalige Resektion nach der eigentlichen Tumorresektion. 1)sofortige N. im Operationssaal; dabei werden nach Tumorentfernung von den Resektionsrändern zum Gesunden sog. "Randproben" entnommen und dem Pathologen zur Schnellschnittdiagnostik (Gefrierschnitte) gegeben. Bei tumorpositivem Befund muss eine N. erfolgen, um den Tumor sicher im Gesunden zu entfernen. 2) einige Tage nach dem Eingriff, wenn die konventionell untersuchten Gewebe (mit Fixation, Einbettung u. Färbung) Tumorreste ergeben u. eine sichere Entfernung des Tumors nicht anzunehmen ist.

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Nasenblaslinie
entsteht beim Versuch, bei geöffnetem Mund und zugehaltener Nase durch die Nase auszuatmen; die N. wird benutzt zur funktionellen Abgrenzung des harten vom weichen Gaumen. Sie liegt leicht ventral der Ah-Linie. In den Bereich zwischen N. und Ah-Linie sollte der dorsale Rand einer Oberkiefer-Totalprothese eingelagert werden.

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Nasenblasversuch
Prüfung der Luftdurchlässigkeit zwischen Nasen- u. Mundhöhle, um eine Perforation vom Mund zur Kieferhöhle (Mund-Antrum-Verbindung) durch die leere Alveole nach einer Zahnextraktion im Oberkiefer auszuschließen. Man bezeichnet den Versuch als positiv, wenn durch den geschlossenen Mund Luft in die Nase oder durch die zugehaltene Nase Luft in den Mund gelangt. Wegen des Aufbaus unkontrollierbarer Drücke im Inneren der Nase durch das Backenaufblasen oder Nasezuhalten kann die Perforation aber auch erst entstehen; daher ist der N. kritisch zu bewerten. Oft gelingt die Prüfung auch nicht, wenn eine Schwellung der Kieferhöhlenschleimhaut, Mukozelen oder odontogene Zysten vorliegen oder wenn sich postoperativ im Kieferhöhlenlumen Blutreste befinden. Besser u. diagnostisch sicherer ist vorsichtiges Sondieren der Alveole mit einer stumpfen Sonde.

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Nasenepithese
Ersatz der äußeren Nase, evtl. auch der umgebenden Wangenteile oder des Auges, durch alloplastisches Material; zur Defektdeckung bei Tumoroperation u. Trauma; oft als temporäre Maßnahme, z.B. vor einem rekonstruktiven Eingriff. Selbstklebend oder an ein Brillengestell fixiert, in geeigneten Fällen auch Verankerung durch Spezialimplantate.

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Nasenpolyp
grauweißliche, birnenförmig gestielte Wucherungen, die sich infolge entzündlich-ödematöser Aufquellung der Nebenhöhlenschleimhäute bei chronisch katarrhalischer Genese zu Polypen entwickeln und das Nasenlumen oft bis zur völligen Verlegung ausfüllen. Befund: behinderte Nasenatmung, chronische Entzündung (Rhinitis, Sinusitis). Therapie: Sanierung der Nasennebenhöhlenentzündung. Die im Volksmund als "Nasenpolypen" bezeichnete Erkrankung betrifft eine adenoide Wucherung der Rachenmandel.

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Nasensenkrechte
Bezugslinie in der Profilanalyse vom Weichteilnasion senkrecht auf die Frankfurter Horizontale.

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Nasenspalte
dysgenetische Anomalie der Nasenform durch laterale oder mediane Spaltbildung unterschiedlichen Ausmaßes. Die mediane Spalte ("Doggennase") ist mit einem Hypertelorismus verbunden, in schweren Fällen Fehlen des knöchernen u. knorpeligen Nasenskeletts. Therapie: operative Korrektur wegen Schädelwachstumsstörungen nicht vor dem 12. Lebensjahr.

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Nasion-Pogonion-Linie
Verbindungslinie zwischen Nasion und Pogonion; wird gelegentlich als sagittale Referenzebene bei der Fernröntgenseitenbildanalyse verwendet.

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Nasspolymerisation
im Dentalbereich übliche, aber irreführende Bez. für die Polymerisation in einem geregelt heizbaren Wasserbad; der zu polymerisierende Teig (Pulver-Flüssigkeit-Verfahren) in der Küvette ist dabei sorgfältig gegen Wasserzutritt zu schützen.

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Nassstrahlgerät
Gerät zum Reinigen z.B. eines Gussobjektes von anhaftender Einbettmasse mit einem Strahlmittel und Wasserdruck;

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Natrium - Na
Alkalimetall mit Atomgewicht < 23; unbeständig, reagiert heftig mit Wasser. Als Ion wichtiges Bioelement.

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Natrium(mono)fluorphosphat - Na2FPO3, NaMFP
Natriumphosphat mit kovalent gebundenem Fluorid (im Gegensatz zum ionisch gebundenen Fluorid z.B. im Natriumfluorid); diffundiert langsam in den gesunden Schmelz, schneller in den durch Beläge bedeckten bzw. demineralisierten Schmelz. Anwendung als Zahnpastenzusatz, wobei im Vergleich zu Natriumfluorid keine bessere Karieshemmung nachzuweisen ist.

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Natriumchlorid Kochsalz -NaCl
Vorkommen als Steinsalz, in salinischen Wässern, in Meerwasser; Anwendung als physiologische Kochsalz-Lösung, als - lebensnotwendige (!) - Speisewürze.

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Natriumfluorid
Fluoridsalz zur Deckung des Fluoridbedarfes für die Kariesprophylaxe; als Zusatz zur Trinkwasserfluoridierung, in Fluoridtabletten oder zur Kochsalzfluoridierung; Bestandteil von Fluoridzahnpasten.

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Natriumlaurylsulfat
neutrales Salz einer langkettigen Sulfosäure, häufig angewandtes Netzmittel. Auch als Schaumbildner in Zahnpasten, wobei es in zu hohen Konzentrationen (> 2%) zu Schleimhautschäden kommen kann.

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Nebenfissur
von den Hauptfissuren abzweigende, kurze Vertiefungen in der Kaufläche;

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Nekrose - Necrosis
lokaler Gewebsuntergang in einem lebenden Organismus, z.B. infolge Sauerstoffmangels, bakterieller Gifte, Wärme oder traumatischer Ursache; gekennzeichnet durch Kernverlust der Zellen, Aggregation des Zytoplasmas, Flüssigkeitseinstrom in die Zellen, Auflösung der Zellmembran; unterschieden als Koagulations- und Kolliquationsnekrose;

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Nerv
aus Bündeln von Nervenfasern u. Bindegewebe bestehender strangartiger Erregungsleiter; als motorischer N. für Efferenzen vom ZNS zu Muskeln, Gefäßen und Drüsen, als sensibler bzw. sensorischer N. für Afferenzen von der Körperoberfläche und -tiefe bzw. von Sinnesorganen zum ZNS; meist als gemischter N. (d.h. motorische, sensible u. vegetative Fasern führender peripherer N.); nach spezieller Funktion bezeichnet z.B. als vasomotorischer (Gefäßnerven), vasodepressorischer (Depressor),

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Netzebene
jede Ebene in einem Kristallgitter, welche mindestens drei nicht auf einer Geraden liegende Punktlagen des Gitters enthält, z.B. die Positionen zweier benachbarter Eckatome u. des Zentralatoms einer kubisch-raumzentrierten Elementarzelle (selbstverständlich können die Punktlagen auch verschiedenen Elementarzellen angehören); diese N. halbiert die Zelle in einer Diagonalfläche und enthält somit auch die gegenüberliegenden Eckpunktlagen der Elementarzelle. Von diesem "Diagonaltyp" gibt es für jede kubische Elementarzelle jeweils sechs; von allen denkbaren Netzebenen eines kubisch-raumzentrierten Gitters ist der Diagonaltyp die N. mit der dichtesten Belegung von Atompunktlagen. Parallele N. bilden Netzebenenscharen. Die Röntgenbeugung von Kristallen lässt sich als Reflexion an Netzebenenscharen deuten: Bei gegebenem Abstand der N. ist der Reflexionswinkel von der Wellenlänge der Röntgenstrahlung abhängig. Entsprechende Messungen erlauben somit bei bekannter Strahlung eine Analyse der Kristallstruktur bzw. bei bekanntem Kristall die Bestimmung der Röntgenwellenlänge.

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Netzmittel - Benetzungsmittel
Substanzen (Tenside), die in Lösungen die Oberflächenspannung von Wasser und anderen Flüssigkeiten herabsetzen; dadurch bessere Benetzung und Durchdringung des behandelten Materials; neben natürlichen (Saponine) v.a. synthetische N. (z.B. Alkylsulfonate, Invertseifen). N. werden bei fast allen Zahnpasten als Schaumbildner eingesetzt. In der Zahntechnik werden N. z.B. Einbettmassen zugesetzt, um wasserabstoßende Werkstoffe wie Wachse, Silikone etc. besser zu benetzen. Diese können zur Oberflächenentspannung auch mit N. eingepinselt oder besprüht werden.

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Neurodermitis
ursprünglich Sammelbegriff für stark juckende Dermatosen, bei denen eine Beteiligung des Nervensystems vermutet wurde; heute als N. constitutionalis auf Ekzema atopicum beschränkt. Diese nicht ansteckende Hauterkrankung tritt zumeist bei Kindern u. jugendlichen Erwachsenen auf, mit starkem Juckreiz; befällt bei Säuglingen Gesicht u. Streckseiten, später bevorzugt große Beugen, Handgelenke u. Hals. Neben der atopischen Disposition stellen die gestörte Immunregulation, vegetative Dysregulation, trockene Haut u. erhöhte IgE-Bildung die wesentlichen pathophysiologischen Faktoren dar. Es finden sich Allergien auf Nahrungsmittel u. Aeroallergene, zudem spielen psychosomatische Faktoren eine entscheidende Rolle.

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Neutralbiss - Regelbiss
Lage der Kieferbasen, bei der (von der Seite gesehen) die Oberkieferbasis geringfügig vor der Unterkieferbasis zu liegen kommt. Das Kiefergelenkköpfchen ruht an dem am weitesten hinten u. oben gelegenen Scharnierachsenpunkt (Scharnierachse, terminale).

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nicht aktivierbar
Kennzeichnung von Halteelementen einer Prothese, wenn ihre Haltekraft nach Ermüdung oder Verschleiß nicht wiederhergestellt werden kann.

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Nichtedelmetall-Legierungen - NEM-Legierungen
übliche Sammelbezeichnung für Dentallegierungen auf Eisen-, Cobalt- oder Nickelbasis; diese Legierungen sind in aller Regel auch frei von Edelmetallen. Die NEM-L. verdanken ihre Mundbeständigkeit der Ausbildung einer Passivschicht; zu diesem Zweck müssen sie unverzichtbar größere Anteile von Chrom u. Molybdän enthalten. Im Vergleich zu den Edelmetall-Legierungen haben die NEM-L. niedrigere Dichtewerte u. mehr als verdoppelte Elastizitätsmoduln; bezüglich Dehngrenze u. Härte sind sie den vergüteten Edelmetall-

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Nickel - Ni
glänzendes, hartes, aber sehr duktiles Metall, mit kubisch-flächenzentriertem Kristallgitter; Dichte: 8,9 g/cm©¯; Schmelzpunkt 1455°C; Atomgewicht 58,71, Ordnungszahl 28; 2-, seltener 1-, 3-, 4wertig. Wichtiger Legierungspartner des Eisens (Stahl); Basis aufbrennfähiger Dentallegierungen; Ni-Verbindungen u. -Salze können zu berufs- oder allergiebedingten Schäden führen;

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Nickel-Titan-Legierungen
in der Kieferorthopädie zunehmend genutzte Drahtlegierungen mit Zusammensetzungen im Homogenitätsbereich der intermetallischen Verbindung NiTi (Nitinol: 55 m% Ni), auch mit weiteren Komponenten in geringer Konzentration. Diese Legierungen erfahren eine Kristallgitterumwandlung in Nähe der Raumtemperatur, so dass sich bei ihnen der Memory-Effekt u. die Pseudoelastizität auch klinisch nutzen lassen.

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Nickelallergie
häufige allergische Reaktion auf nickelhaltige Gegenstände (z.B. Schmuck). Obwohl sich eine Überempfindlichkeitsreaktion an der Mundschleimhaut durch nickelhaltige Legierungen nur selten auslösen lässt, sollten sie bei bekannter N. nicht eingegliedert werden.

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Nickellegierungen
als kostengünstige Alternative zu den aufbrennfähigen Goldlegierungen konzipierte, aufbrennfähige Legierungen mit 60-76 m% Nickel, 12-26 m% Chrom u. 3-11 m% Molybdän sowie, zur Verbesserung der Vergießbarkeit u. Begünstigung einer feinkörnigen Erstarrung, kleinere Mengen Kohlenstoff, Mangan, Silicium u. anderen; der Zusatz von Beryllium ist in der Bundesrepublik Deutschland unzulässig. N. haben im Vergleich zu den aufbrennfähigen Goldlegierungen den Vorteil einer nur halb so großen Dichte u. doppelt so hoher Elastizitätsmoduln; die Verarbeitung dagegen ist aufwendiger u. störanfälliger. Eine ausreichende Korrosionsfestigkeit auch bei korrekter Verarbeitung erfordert Chrom- u. Molybdänanteile von mindestens 20 bzw. 5 m%;

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Nieten
Verbindung zweier Werkstücke durch einen Niet (runder Metallstift), der durch eine gemeinsame Bohrung der zu verbindenden Teile gesteckt u. dann an den herausragenden Enden kalt- oder warmplastisch abgeplattet u. damit verbreitert wird.

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Niethammer
motorgetriebenes Schlagwerkzeug, in der Zahntechnik Anwendung zum Einnieten von Platin-Langstiftzähnen in eine Metallfassung, z.B. ein Brückenglied. Ein N. ist gut geeignet, um verkeilte Sekundärteile vom Primärteil zu lösen.

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Nitrate
1) a) Salze der Salpetersäure (HNO3), b) Ester der Salpetersäure. 2) „Nitroverbindungen“, „Nitrokörper“, Sammelbezeichnung für herzwirksame Verbindungen, z.B. Glyceryltrinitrat.

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Non-Arcon-Artikulator
Artikulator, bei dem sich (entgegen dem anatomischen Vorbild) die Gelenkkugel am Oberteil u. die Gelenkführung (Pfanne) am Unterteil befinden (Non-articulare-condyle-Prinzip); bei einer umgekehrten Anordnung spricht man von einem „Arcon-Artikulator“;

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