 |
Startseite / Fachlexikon
A | Ä | B | C | D | E | F | G | I | J | K | L | M | N | O | Ö | P | Q | R | S | T | Ü | U | V | W | Z
Brücke, deren Zwischenglieder im Bereich der zu ersetzenden Zähne punkt- oder linienförmigen Kontakt zur Schleimhaut haben
nach oben
Beschleifen eines Zahnes mit verlaufender, nicht durch eine Kante, Stufe oder Kehlung markierte Präparationsgrenze; .
nach oben
in der Parodontologie zwei Bedeutungen: Knochentasche u. Zahnfleischtasche;
nach oben
z.B. auf den Seitenzahnbereich beschränkter Abdruck mit einem entsprechend geformten Löffel, allenfalls für das Herstellen von Provisorien eingesetzt.
nach oben
jede Form von Zahnersatz zur Versorgung teilbezahnter Kiefer (einschließlich festsitzender Brücken); i.e.S. (u. im Gegensatz zum angelsächsischen Sprachraum) jeder abnehmbare oder kombiniert festsitzend-abnehmbare Zahnersatz (ausschließlich festsitzender Brücken). Eine T. besteht aus künstlichen Zähnen an einer Prothesenbasis. Eine T. ist mittels Verankerungselementen an Restzähnen für den Patienten abnehmbar befestigt. T. können eingeteilt werden nach Art ihrer technischen Ausführung (Klammerprothese, Modellgussprothese, Kunststoffprothese, Teleskopprothese, Geschiebeprothese), nach Anordnung der Lücken (Schaltprothese, Freiendprothese, Kombinationsprothese) oder nach der Abstützung am Restgebiss (parodontal gestützt, parodontal-tegumental gestützt, tegumental getragen, implantatgetragen). Durch die Basisformen u. Ausgleichselemente erfolgt ein Kräfteausgleich innerhalb des Prothesenkörpers.
nach oben
Doppelkrone, deren Innenkrone parallelwandig gestaltet ist . Dient der Retention u. Abstützung von abnehmbarem Zahnersatz, seltener der Korrektur einer fehlenden gemeinsamen Einschubrichtung bei festsitzenden Brücken. T. bestehen aus einer Innenkrone (Innenteleskop) u. einer Außenkrone (Außenteleskop). Innen- u. Außenkrone befinden sich im Bereich einer Übergangspassung. Die Haftkraft (Friktion) zwischen Innen- u. Außenkrone kann durch Auspolieren der Außenkronen verringert werden. Von T. sind Resilienzteleskopkronen zu unterscheiden. Während T. so gefertigt sind, dass die okklusale Fläche der Innenkrone nach Einsetzen der Prothese durch den Patienten Kontakt zur Außenkrone hat, besteht bei Resilienzteleskopen ein Spalt von 0,3-0,5 mm. Dieser Zwischenraum wird erst unter Kaubelastung der Prothese aufgehoben.
nach oben
Teilprothese, die mit Teleskopkronen am Restgebiss verankert ist. Im weiteren Gebrauch auch Zahnersatz, der mit Doppelkronen am Restgebiss verankert wird.
nach oben
Wie beim Zusammenschieben einer Antenne, gleiten zwei Kronen ineinander. Das parallelwandig gefräste Innenteleskop (wird im Mund zementiert) und das Außenteleskop (die Konterkrone, ist im abnehmbaren Zahnersatz integriert) schieben sich ineinander und geben sehr guten Halt und optimale Kraftverteilung.
nach oben
zeitweilig, vorübergehend, für eine gewisse Zeitdauer bestehend. Im zahnärztlichen Sprachgebrauch Bez. von Versorgungen, die über kurzfristige, provisorische Maßnahmen hinausgehen, z.B. t. Langzeitkrone; vgl. provisorisch. temporäres Gebiss = Milchgebiss
nach oben
thermoplastisches Verfahren zur Herstellung von Kunststoffschienen u. -provisorien. Industriell vorgefertigter Kunststoff (Polycarbonat oder Polyethylen) wird im Tiefziehgerät erwärmt u. nach Erweichung auf ein Gipsmodell aufgedrückt. Nach Abkühlung werden Modell u. adaptierte Folie dem Gerät entnommen. Die Folie wird durch Beschneiden dem jeweiligen Verwendungszweck (Schiene oder Provisorium) angepasst.
nach oben
feuerfestes Gefäß aus möglichst reaktionsträgem Material (z.B. Graphit, Keramik, Platin) zum Aufschmelzen von Substanzen; beim Vergießen von Dentallegierungen werden Graphittiegel (für einfache Edelmetalllegierungen) u. Keramiktiegel für palladiumreiche Edelmetall- sowie für Nichtedelmetall-Legierungen verwandt.
nach oben
Zentrifugiergerät für Metallgüsse, besteht aus Schleuder, Schmelzofen mit Tiegel u. Halterung für die Gussmuffel.
nach oben
ein Leichtmetall mit Atomgewicht 47,90 u. Ordnungszahl 22; 4-, 3- u. 2wertig; stahlähnlich aussehend, im Vergleich zu anderen unlegierten Metallen von hoher mechanischer Festigkeit, bei ca. 600°C schmiedbar; Dichte: 4,49 g/cm©¯; Schmelzpunkt: 1668°C; das bei Raumtemperatur hexagonale Kristallgitter (-Phase; s.a. -case) wandelt sich beim Erwärmen über 823°C in die kubisch-raumzentrierte -Phase um. In Gegenwart von Sauerstoff bildet sich auf der Oberfläche spontan eine Passivschicht aus TiO2, welche Gegenstände aus Ti sehr innert u. damit auch biokompatibel macht. Wichtiger Implantatwerkstoff; im Dentalbereich seltene Komponente in Nichtedelmetall-Legierungen, ansonsten als unlegiertes Ti auch zum Gießen (Titanlegierungen).
nach oben
Plasmabeschichtung von Implantaten mit Titan, mit dem Ziel der Verbesserung der Biokompatibilität; angestrebt wird zudem eine rauhe u. damit vergrößerte Oberfläche, wodurch die Fixierung enossaler Implantate begünstigt wird; deshalb erfolgt die Beschichtung auch an Implantaten aus legiertem oder unlegiertem Titan (Titanlegierungen).
nach oben
bei den Werkstoffen auf Titan-Basis ist zu unterscheiden zwischen solchen, die mit deutlichen Anteilen anderer Metalle legiert sind (oft Aluminium, dazu z.B. Molybdän, Vanadium, Zinn), u. solchen, die nur eine geringe Menge (in der Summe < 1 m%) Begleitelemente, neben Eisen v.a. Sauerstoff, Stickstoff u. Wasserstoff, enthalten; letztere sollten deshalb nicht, wie im Dentalbereich üblich, als Reintitan, sondern als unlegiertes Titan, mit Angabe des Reinheitsgrades (Grade 1-4), bezeichnet werden. Der Reinheitsgrad, u. hier insbesondere der Sauerstoffgehalt, hat einen ausgeprägten Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften: So steigt bei einer Zunahme des Sauerstoffgehaltes von 0,12 m% (Grad 1, Ti 1) auf 0,3 m% (Grad 4, Ti 4) der Wert der Dehngrenze um mehr als das Doppelte auf 400 N/mm©˜ u. damit auf einen den Goldlegierungen vergleichbaren Wert. Unlegiertes Titan unterscheidet sich insofern deutlich von anderen Metallen, die in reiner Form (Reinmetall) sehr weich u. deshalb unlegiert für Konstruktionszwecke unbrauchbar sind. Die starke Reaktivität des Titans, die schon bei Raumtemperatur zur Oxidation unter Bildung einer stabilen, sehr gewebeverträglichen Passivschicht führt, macht das Vergießen von T. außerordentlich kompliziert; erforderlich sind spezielle, aufwendige Gussgeräte, die entweder Vakuum oder Schutzgasatmosphäre ermöglichen, sowie möglichst reaktionsträge Schmelztiegel u. Einbettmassen; trotz dieser u. anderer Maßnahmen lässt sich die Bildung einer Reaktionsschicht auf der Oberfläche der Gussstücke nicht unterdrücken; allerdings kann die Ausbildung einer speziellen, vom Untergrund kristallographisch zu unterscheidenden Gusshaut (-case) inzwischen vermieden werden. Zusammensetzung u. Dicke (bis zu 70 m) der gegenüber der nur oxidierten Oberfläche bis zu dreimal härteren Schicht sind abhängig von der verwendeten Einbettmasse sowie von den Erstarrungs- u. Abkühlbedingungen; hohe Temperaturen u. lange Warmzeiten (etwa im massiven Bereich des Gussobjektes) begünstigen die Dicke; wichtig ist zudem, dass der Reinheitsgrad u. damit die Festigkeit des gewählten Ausgangsmaterials beim Vergießen nicht in unkontrollierter Weise verändert werden. Die Keramikverblendung erfordert wegen des niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten der T. spezielle, zudem bei Temperaturen unterhalb der Kristallgitterumwandlung des Titans, bei 882°C, zu brennende Keramikmassen. Im Vergleich zu den bezüglich ihrer Biokompatibilität unter Mundbedingungen gleichwertigen Cobaltlegierungen sind die mechanischen Eigenschaften des unlegierten Titans unterlegen, die der T. jedoch überlegen. Vergossen wird vorwiegend unlegiertes Titan unterschiedlicher Reinheit; zunehmend von Bedeutung ist die Bearbeitung von Titan durch Funkenerosion (Funkenerosionsverfahren) u. computergestützte Fräsautomaten (CAD-CAM-Systeme); Implantate werden sowohl aus legiertem als auch aus unlegiertem Titan hergestellt.
nach oben
physiol Spannungszustand eines Gewebes ,Muskels, des Blutgefäßsystems oder Erregung des vegetativen Nervensystems.
nach oben
Drillung, Verwindung; Achsendrehung; vgl. Torque. 1) chir Drehung von Gelenken oder Fragmenten. 2) dent Drehung eines Zahnes um seine verschiedenen Achsen im Kiefer, Drehstand. 3) werk Verformung im Sinne einer Verdrillung; im einfachsten Fall an einem zylindrischen Prüfkörper, dessen Stirnflächen um die Längsachse gegeneinander verdreht sind; Sonderfall des Scherversuches, mit senkrecht zur Drehachse wirkenden Scherspannungen.
nach oben
1) Prothese zum Ersatz sämtlicher Zähne eines Kiefers . Da eine T. der Schleimhaut des Alveolarforsatzes aufliegt u. nicht mehr an Zähnen abgestützt werden kann, ist eine T. immer eine senkbare Prothese. Kaukräfte werden daher vollständig auf die Schleimhaut u. den Kieferknochen weitergeleitet. Die Haltefunktion bei T. ergibt sich aus der Aufrechterhaltung eines Unterdrucks unter der Prothesenbasis, Kapillarkräften zwischen Schleimhaut u. Prothesenbasis, Stabilisierung durch die Muskulatur von Zunge, Lippe u. Wange sowie Stabilisierung durch den Zusammenbiss. Während bei T. im Oberkiefer alle genannten Faktoren eine Rolle spielen, sind die Voraussetzungen zum Erhalt eines Unterdruckes sowie die Wirkung von Kapillarkräften bei Unterkiefertotalprothesen wesentlich schlechter. - implantatgetragene Verankerung einer T. auf 2-6 Implantaten bei starker Kieferkammatrophie 2) alloplastische Endoprothese zum Ersatz beider Gelenkanteile, z.B. für Finger-, Ellen-, Schulter-, Hüft-, Knie-, Fußgelenk.
nach oben
ein Maß für die Lichtdurchlässigkeit; die T. berechnet sich als Quotient von durchgelassener zu einfallender Lichtintensität u. entspricht dem Kehrwert der Opazität; von besonderer Bedeutung bei den Kronen-Brücken-Materialien.
nach oben
Durchsichtigkeit; Voraussetzung ist neben ausreichender Transluzenz das Fehlen von Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche (Ätzungen, Kratzer) u. von optisch wirksamen Einschlüssen (Trübungsmittel) oder Rissen im Inneren der transparenten Schicht, so dass das Licht ohne Streuung u./oder unregelmäßige Brechung durchtreten kann, also optische Abbildung möglich ist.
nach oben
großer Verbinder im Oberkiefer, dient als Ausgleichselement der möglichst steifen Verbindung von Prothesensätteln im rechten u. linken Seitenzahnbereich des Oberkiefers.
nach oben
(griech. = Wunde, Verletzung) durch Gewalteinwirkung eingetretene Verletzung des Organismus; Man unterscheidet: a) stumpfes oder geschlossenes T. ohne Perforation der Körperoberfläche, wie Prellung, Commotio oder Contusio cerebri, Kontusion des Thorax oder Abdomens, Fraktur; b) scharfes oder offenes T., mit Weichteilperforation (Schnitt-, Platz-, Schusswunde) einhergehende Verletzung. Weitere Differenzierung oft nach Art u. Mechanismus des T. (einfaches oder kompliziertes T., Polytrauma). -okklusales Okklusion, traumatische. - seelisches Erlebnis (v.a. in früher Kindheit), welches vom Individuum nicht adäquat verarbeitet werden kann u. daher aus dem Bewusstsein verdrängt wird (u. evtl. zur Neurose führt).
nach oben
Gerät für das Vakuum-Druckguss-Verfahren. Die Legierung wird in der Trichtermulde der Muffel geschmolzen, u. gleichzeitig wird die Luft am Muffelboden abgesaugt. Der Guss erfolgt durch Druckluft-Beaufschlagung, ansteigend von 0,4 auf 1,5 bar, wodurch die Schmelze in den Gusshohlraum gedrückt u. gesogen wird.
nach oben
feine Gipspartikel enthaltendes Abwasser (Gipsmilch) von Gipstrimmern. Als Anmischflüssigkeit für Halbhydrat verwendet, dienen die Partikel als Kristallkeime u. verkürzen so die Abbindezeit. Zum Ausspülen von Alginat- u. Hydrokolloid-Abformungen mit dem Ziel, die Oberflächen der von den Abformungen gewonnenen Gipsmodelle zu verbessern.
nach oben
Schleifgerät mit einem vertikal laufenden Schleifband u. einer Absaugvorrichtung zum Trimmen von Gips- oder Einbettmassemodellen.
nach oben
mit Elektrizität oder Gas beheizter Wärmeschrank mit Temperaturregler; im zahntechnischen Labor werden im T. Einbettmassemodelle oder Muffeln getrocknet u. Wachs ausgetrieben.
nach oben
|
 |
 |