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Österreich: 05. Februar 2007
Zahnbehandlung im Ausland kann schwerwiegende Folgen haben

Die Verlockung ist groß. Die Kostenersparnis steht meistens im Vordergrund jener Entscheidung, Leistungen von ausländischen Zahnkliniken in Anspruch zu nehmen. An den Grenzen Österreichs haben sich unzählige Zahnkliniken etabliert, die hierzulande einen massiven Aufwand betreiben, um österreichische Patienten zu werben. So schön, wie das alles immer klingt – „Billige Kronen im Urlaub“, „Zahnrestaurierung & Wellness“ etc. können mitunter teurer werden, als erwartet. Die wenigsten Patienten berechnen dabei eventuelle Kosten für Folgebehandlungen, für die weitere Anreisen in die ausländischen Zahnkliniken notwenig sind. Müssen beispielsweise mehrere Reisen dorthin unternommen werden, entpuppt sich das ursprüngliche Schnäppchen bald zu einem finanziellen Fiasko.

Mangelhafte Qualität bei ausländischem Zahnersatz

Dass die Qualität der durchgeführten Arbeiten mitunter massive Mängel aufweist, hat u.a. mit dem Leistungsdruck zu tun, dem das Personal in den Zahnkliniken ausgesetzt ist. Die Kliniken gehören meist großen Investorengruppen, die rein auf Profit ausgerichtet sind. Aufgrund des wirtschaftlichen Drucks werden meist kosten- und zeitintensive aber notwendige Vorbehandlungen nicht im ausreichenden Maß durchgeführt. Diese Behauptung unterlegen mehrere Studien von renommierten Universitätsinstituten und Krankenkassen, die die Qualität der geleisteten Arbeiten untersucht haben.

Untersuchungen an der Klinik für Paradontologie, Kronen- und Brückenprothetik der Universität Bern zeichnete ein düsteres Bild von der Qualität des erhaltenen Zahnersatzes in Ungarn: Es wurden Qualitätsstandards von A bis E vergeben. A = „Sehr gut“, E = „Schwerste Mängel“. Im Ergebnis konnten Standart A und B für ungarische Arbeiten gar nicht vergeben werden. C-Leistungen waren lediglich bei 20 Prozent erbracht. Standard D erhielten 41 Prozent und Standard E 39 Prozent.


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