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Wie in vielerlei Hinsicht sind die Zahntechniker auch im Rahmen der Kammerreform in einer besonderen Situation. Durch die Zusammenlegung einzelner Berufsgruppen soll es bundesweit insgesamt nur noch 80 Innungen geben. Für die Zahntechniker bedeutet dies, dass sie als „Gesundheitsberuf“ mit den Augenoptikern und Orthopädie-Schuhmachern in einer gemeinsamen Innung zusammengefasst werden sollen. Richard Koffu: „Aufgrund der Kleinheit unserer Gruppe sah man sich in der Wirtschaftskammer zu diesem Schritt veranlasst, wir wollen aber in jedem Fall gewährleisten, dass eine größtmögliche Eigenständigkeit unserer Berufsgruppe erhalten bleibt. Zwar haben wir Verständnis, dass zusammengelegt wird, was zusammenpasst, es wäre jedoch undenkbar, uns von Dritten vertreten zu lassen.“ Das Besondere an der Situation ist, dass die Zahntechniker ausschließlich an ihre Kunden, die Zahnärzte, und damit an deren Kauf- und Auftragsverhalten gebunden sind. Die Zahnärzte haben selbstverständlich eine eigene Interessensvertretung. Augenoptiker oder Orthopädie-Schuhmacher genießen den Vorteil des freien Handels, ein Vorteil, der sich den zahntechnischen Labors nicht bietet. Umso wichtiger ist eine starke und selbstbewusste – eigenständige – Vertretung, um die wirtschaftliche Situation nachhaltig sichern zu können. Die Gremien in der Wirtschaftskammer Österreich beruhigen: Die Strukturen sollen im Grunde so wie sie waren erhalten bleiben. Somit hat bei dieser Kammerreform auch die Kosmetik ihren Anteil. |