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Manche meinen, man muss nicht immer alles krank reden, und es ist längst nicht so schlimm, wie viele behaupten. Eine gesamte Branche kann doch nicht am Boden liegen – oder doch? Dass es unserem Zahntechnikerhandwerk nicht besonders gut geht, hat vielerlei Gründe, und es ist auch kein Geheimnis. Aber nun wurde das Finanzamt auf uns aufmerksam. Der skurrile Anlass ist nicht, dass evtl. Steuern hinterzogen werden könnten, sondern dass bereits der Finanz aufgefallen ist, dass unsere Branche nichts mehr verdient, also auch kein Geld mehr hat, um Steuern zu zahlen!
Das Finanzamt hat aus diesem Grund eine Anfrage an die Bundesinnung gestellt, dass sie ein „Branchenmerkblatt“ erstellen will. Zu diesem Zweck werden für die Feststellung der Steuergebarung der Zahntechniker insbesondere „...die speziellen Gegebenheiten der Zahntechnikerbranche, Kalkulationsgrundlagen etc. ...“ amtlich erhoben. Wenn die Umstände nicht so dramatisch wären, müsste man eigentlich darüber schmunzeln. Die meisten Zahntechniker überleben wirtschaftlich nur, weil sie für Gottes Lohn beinahe rund um die Uhr und das 365 Tage im Jahr, arbeiten.
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