DER BERUF

Wir Zahntechniker arbeiten an der Schnittstelle von Medizin, modernster Technologie und Handwerk. Unsere Arbeit ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Kein Zahnersatz gleicht einem anderen, jede Arbeit muss den individuellen Bedürfnissen von Patienten gerecht werden. Als Dienstleister im Gesundheitsbereich tragen Zahntechniker eine besondere Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden von Patienten.

In Österreich gibt es derzeit knapp 700 zahntechnische Betriebe, die rund 4.400 Mitarbeiter beschäftigen. Junge Menschen, die sich entscheiden Zahntechniker zu werden, genießen in Österreich eine Ausbildung auf hohem Niveau und haben viele Möglichkeiten, sich im Laufe ihrer Karriere fortzubilden.

Die Lehre

Die Zahntechnik ist ein Lehrberuf. Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz sind ein Pflichtschulabschluss sowie ein Vortest in einem zahntechnischen Labor, das berechtigt ist, Lehrlinge auszubilden. Parallel zur Lehrausbildung im Betrieb, besuchen Lehrlinge aus den Bundeländern die Berufsschule für Zahntechnik in Baden, Lehrlinge aus Wien jene in der Bundeshauptstadt. Nach vier Jahren und mindestens zwei Berufsjahren in einem Zahnlabor schließen Nachwuchstechniker ihre Ausbildung mit der Lehrabschlussprüfung ab.

WEITERE INFORMATIONEN:
- Lehrlingsförderung
- Liste aller Lehrlingsstellen
- Download Broschüre "Beruf ZahntechnikerIn“

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Die Landesberufsschule Baden

Die meisten der österreichischen Zahntechnikerlehrlinge absolvieren ihre Berufschulsausbildung in Baden. Jedes Jahr besuchen yx Jungtechniker den geblockten Unterricht an der LBS, die eng mit der Akademie für Österreichs Zahntechnik (AÖZ) und der Bundesinnung der Zahntechniker zusammenarbeitet. So konnte die Ausstattung in den vergangenen Jahren laufend adaptiert und erneuert werden. Heute ist die LBS auf dem neuesten Stand. Über das Angebot in der Schule hinaus, lernen Schülerinnen und Schüler der LBS in der AÖZ den Umgang mit neuen Technologien wie CAD/CAM. 

WEITERE INFORMATIONEN:
Landesberufsschule Baden

Die Meisterausbildung

Für erfahrene Zahntechniker gibt es die Möglichkeit eine eine Meisterprüfung zu absolvieren. Der Weg zum Abschluss besteht aus fünf Modulen.

Modul 1

fachlich-praktische Prüfung: Hier gilt es, eine projektartige, an betrieblichen Abläufen angelehnte Aufgabe zu bewältigen. Themenbereiche: Prothetik, Kieferorthopädie sowie eine Kombinationsarbeit.

Modul 2

fachlich-mündliche Prüfung: Wiederum geht es um eine projektartige, an betrieblichen Abläufen angelehnte Aufgabe – die allerdings mündlich abgefragt wird. Themenbereiche: Planung und Gesundheit, Sicherheitsmanagement, Qualitätsmanagement.

Modul 3

fachlich-schriftliche Prüfung: hier werden vor allem unternehmerisches Wissen und theoretisches technisches Verständnis abgeprüft. Themenbereiche: Konstruktionsplanung, Fachkalkulation (Preisbildung, Kostenermittlung etc.), Technische Mathematik.

Modul 4

Ausbilderprüfung: in diesem Teil der Meisterprüfung ist pädagogisches und rechtliches Basiswissen rund um die Lehrlingsausbildung gefragt.

Modul 5

Unternehmerprüfung: Basiswissen, das nötig ist, um einen Betrieb erfolgreich zu führen, ist der Kern dieses Moduls der Meisterausbildung.

Die Akademie für Österreichs Zahntechnik (AÖZ) bietet zahlreiche Kurse für angehende Zahntechnikermeister an. Mehr zum Kursangebot hier (LINK!!!)

Meisterausschreibung der AÖZ zum Download

Masterstudium an der Danube Private University

Das Lernen hört auch in der Zahntechnik nie auf. Seit kurzem haben Zahntechniker in Österreich die Möglichkeit, ihre Ausbildung mit einem akademischen Abschluss zu krönen. Anfang 2016 startete der postgraduale Universitätslehrgang „Master of Science Dentale Technik (MSc)“ an der Danube Private University (DPU).

Der Fokus des Studiums liegt auf den vielfältigen Anforderungen an die Dentaltechnik der Zukunft. Studentinnen und Studenten werden sich in fünf Semestern breites Wissen aneignen, das über klassisch zahntechnische Bereiche hinausgeht.

Die Schwerpunkte im Überblick:

- interdisziplinären Teamwork zwischen Zahntechnikern und Zahnärzten.

- medizinische Grundlagen, die noch über die umfangreichen Kenntnisse hinausgehen, die sich Zahntechniker während der Meisterausbildung aneignen.

- Schärfung des Verständnisses und Wissens um die einzelnen Bereiche der Herstellung von Zahnersatz.

- zahntechnische Werkstoffkunde, Material- und Verfahrenstechnologie, Analytik und Fehleranalyse ebenso wie naturwissenschaftliches Wissen und CAD/CAM-Methoden.

- nichttechnische Kompetenzen gelehrt: Betriebswirtschaft, Qualitätsmanagement- und Sicherung, Arbeitsrecht und Personalführung .

Die Lehrveranstaltungen des Studiums werden über fünf Semester an zwölf Wochenenden stattfinden. Einschreiben können sich Zahntechnikermeister, die entsprechende Nachweise nach dem Universitätsgesetz (§ 23/3 Z1) erbringen, ebenso wie Zahnärzte, aber auch Ingenieure oder Bachelor mit Fachhochschulabschluss und mindestens dreijähriger Berufserfahrung in einem Dentalbetrieb.

Nähere Informationen:
Danube Private University